Mehr sein, weniger tun

Als ich für den „Fit fürs Coursing“-Artikel den mittlerweile 5 Jahre alten Blog auf der Suche nach Fotos durchstöbert habe, fiel mir auf, dass über eine sehr lange Zeit hinweg fast nur Fotos von Coursings, der Rennbahn oder von Ausstellungen gepostet wurden.
Das finde ich aus heutiger Sicht ziemlich befremdlich und ich weiß auch, dass ich das vor unserer aktiven Zeit genauso empfunden hätte. Mittendrin ist die Sicht ein bisschen eingeschränkt😉
Man kann zwar in den Berichten immer mal wieder ein gewisses Missempfinden durchschimmern sehen, aber im Großen und Ganzen sind es sehr positive Geschichten. Das Negative kam gar nicht so offen aufs Tablett, was aber auch ein Grund dafür war, dass wir mit den Bewerben aufgehört haben.
Gerechte Kritik wäre den Hunden eigentlich am dienlichsten, aber die gibt es nur ganz selten. Ich kann die Menschen, die Veranstaltungen wertschätzend und respektvoll kritisieren, an einer Hand abzählen.
Dabei wäre es gar nicht so schwer.
Anstatt hintenrum zu hetzen oder vornerum zu vertuschen, könnten positive Dinge wertgeschätzt und negative Dinge klar und direkt benannt werden. Aber das klappt leider überhaupt nicht.
Mich wundert daher nicht, dass sich verbandsorganisierter Hundesport, Ausstellungswesen und Hundezucht in einer Abwärtsspirale befinden. Ohne ehrliche Kritik und einen konstruktiven Umgang mit diesen Rückmeldungen wird nämlich kein Fortschritt möglich sein, also keine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Sport- und Ausstellungshunde und keine Zukunft für gesunde FCI-Rassehunde.
Mit einem guten Abstand sieht man viel besser, welcher Wahnsinn teilweise am Werk ist und wie groß die Probleme tatsächlich sind.
Nichts, womit ich länger zu tun haben möchte.
Aber vielleicht wäre es für manche der Aktiven auch ganz gut, sich mal eine Auszeit zu gönnen und alles mit Abstand zu betrachten. Einfach wieder mehr mit dem Hund sein. Man könnte vielleicht mit neuen Ideen, mit neuem Elan und mit mehr Offenheit mehr bewegen, anstatt weiter im Sumpf zu stehen und im Trüben zu fischen…

Wir „sind“ jedenfalls lieber wieder mehr🙂

Und wir haben auch neue Nachbarn, die sehr lustige Geräusche machen und damit Buddy etwas verunsichern – da muss man dann ganz besorgt schauen🙂

Enya findet sie eher langweilig😉
Eigentlich kennen wir Alpakas und sie sind uninteressant, wie Pferde und Kühe. Aber diese beiden singen sehr viel und huschen durchs Gebüsch, manchmal strecken sie auch unerwartet ganz frech den Kopf heraus und erschrecken uns beim Vorbeigehen. Einfach nur goldig❤

Fit fürs Coursing

Nur fitte und gut trainierte Hunde im Sport zu führen, das ist der Anspruch, den angeblich alle Hundesportler an sich stellen.
Dass das im Windhundsport nicht immer der Realität entspricht, weiß jeder, der schon mal eine Sportveranstaltung besucht und dabei ein kritisches Auge auf die Hunde geworfen hat. Dort laufen nämlich gelegentlich Hunde, deren momentane Verfassung alles andere als sportlich fit ist. Mit Krallenpflege und Zahnhygiene will ich gar nicht anfangen, beides seit vielen Jahren Dauerbrenner, obwohl eigentlich kein großer Aufwand. Generell kann ich einen Blick auf den Text „Windhundsport in Deutschland aus tierärztlicher Sicht“ empfehlen, denn Hobbysport heißt nicht, dass die Hunde weniger gut versorgt werden sollten.
Übergewichtig, unterbemuskelt und/oder mit schlechter Kondition ausgestattet, finden sich manche Hunde dennoch auf dem Coursingfeld oder dem Rennplatz wieder und „dürfen“ dort dann ihre Läufe absolvieren.
Denkbar ungünstig in jeder nur möglichen Hinsicht.

Biene und My Camelot Maioui

Es sollte sich von selbst verstehen, dass Coursings und Rennen nur für Hunde geeignet sind, die eine gute Grundfitness aufweisen. Beide Sportarten eignen sich nicht als Ausgleich zum Büroalltag, sondern können nur dann gut und sicher ausgeführt werden, wenn der Hund bereits mental ausgeglichen und körperlich fit ist.
Der Hund unterscheidet im Regelfall auch nicht zwischen Training und Bewerb. Er strengt sich nicht extra mehr an, weil sein Besitzer ihn auf Platz 1 sehen will, und er läuft auch nicht nur mit halber Kraft, weil es ein Training ist. Er ist immer voll dabei und achtet dabei eher selten auf seine Gesundheit.
Wenn die Skelettmuskulatur, die Knochen, Sehnen und Bänder, Lunge, Herz, der Stoffwechsel und „der Kopf“ nicht entsprechend trainiert und vorbereitet werden, führt das manchmal schneller als erwartet zu unangenehmen Folgen für den Hund. Spätestens nach ein paar Saisonen oder im Alter spürt der Hund die Konsequenzen unseres verantwortungslosen Handelns.

Nachfolgend möchte ich gerne einige Möglichkeiten nennen, wie man den Hund fit fürs Coursing hält. Es sind nur kurze Denkanstöße, aber vielleicht findet der eine oder andere Leser etwas für sich🙂

Ich persönlich halte meine Hunde gerne immer möglichst fit, weshalb viele der genannten Beschäftigungsmöglichkeiten für mich zum Alltag gehören, auch ohne Aktivität im Windhundsport.
Windhunde sind per se sportliche Hunde mit einem sportlichen Körperbau, schlank und mit schön trockener Muskulatur. Man sollte ihnen die Fitness ansehen.

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Bluni, 2 Jahre

Dabei ist Muskulatur natürlich nicht alles. Wie stark ein Hund bemuskelt ist, hängt sehr von seiner Veranlagung ab. Die rassespezifischen Unterschiede sind zum Teil enorm und auch innerhalb der Rassen kann die Veranlagung sehr unterschiedlich sein.
Ein optisch fitter Hund ist außerdem nicht zwangsweise tatsächlich fit für den Coursingsport. Man kann einen wunderbar für Rennen auftrainierten Hund vor sich haben – kräftig und trocken bemuskelt, jeder Muskel und jede Sehne fein definiert, perfekt auf das vorbereitet, was ihn auf der Bahn erwartet – was trotzdem nicht heißt, dass er genauso fit fürs Coursing wäre. Eigentlich ist das sogar eher nicht der Fall.

Lässt man das außen vor, bleibt dennoch im Kern:
Dick sein ist ungesund und beim Windhund fängt Übergewicht schon dort an, wo andere Rassen an der Grenze zum Untergewicht stehen.
Eine schlecht aufgebaute Muskulatur ist ebenfalls ungesund, besonders für Hunde, die dann doch meist ordentlich Gas geben, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen. Das muss nicht einmal im sportlichen Kontext sein, auch nach „zu langem“ Spiel mit anderen Hunden oder nach unerwünschten Hetzjagden im Gelände kommt es bei untrainierten Windhunden leichter zu schwereren Verletzungen und zur besonders gefährlichen Form der Greyhoundsperre.
Also: Dick sein und über wenig Muskulatur zu verfügen – ungesund ^2.

Auch wenn bereits Schäden bestehen, kann eine gezielt aufgebaute Muskulatur helfen, den Hund im Alltag überhaupt möglichst schmerzfrei zu halten.
Aus diesem Grund ist es ebenfalls wichtig, ältere Hunde weiterhin individuell zu fordern und sie nicht nach Ablauf ihrer aktiven Zeit im Sport auf das Sofa zu verbannen. Mit 6-8 Jahren haben die meisten Hunde noch ihr halbes Leben vor sich, da will ein ehemaliger Leistungssportler sicher nicht nur herumsitzen.
Man sollte sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, was eigentlich bedeutet, dass man schon von Welpe an auch Alternativen kennenlernt.

Natürlich gibt es Phasen, in denen die Hunde nicht so fit sind, z.B. in der Nachhitze (ich nenne Enya manchmal „Germknöderl“, weil sie aufgeht wie Germteig❤ ), nach Verletzungspausen, nach Krankheit oder Verletzungspausen beim Menschen. Aber das ist ja nicht der Alltag.

Enya mit 6,5 Jahren, fit trotz 2 Wochen Leinenzwang

Besonders Mühe muss man sich bei kastrierten Hunden geben.
Kastrierte Rüden sind in aller Regel schwerer fit zu halten, ihnen fehlt Testosteron zum Muskelaufbau und der Stoffwechsel läuft auf „Seniormodus“, auch das Bindegewebe ist schwächer. Sie sind daher bedeutend anfälliger für Verletzungen an den Muskeln und Bändern und auch für Gelenkserkrankungen.
Ähnlich sieht das leider bei kastrierten Hündinnen aus. Schilddrüsenfehlfunktionen bei Kastraten sind ebenfalls ein Thema, das man bedenken sollte.
Sporthunde zu kastrieren, ist also keine gute Idee – so wie mittlerweile immer klarer wird, dass Kastrationen beim Hund generell nur mehr unter strenger medizinischer Indikation vorgenommen werden sollten.

So, und nun zur Ideensammlung für Coursinghunde – nur bedingt geeignet für gezieltes Renntraining, das ganz andere Schwerpunkte setzt.

1. Der simple Freilauf.
Ja, so simpel ist das beim Windhund manchmal gar nicht😉
Dennoch, Freilauf ist für jeden Hund das Um und Auf. Für Sporthunde besonders, denn sie schaffen durch die freie Bewegung einen Ausgleich zu „erzwungenen“ Bewegungsabläufen im Sport. Erzwungen deshalb, weil sich der Hund nicht aussucht, wo er sich wie zu bewegen hat.
Außerdem kann nur in der freien Bewegung das geübt werden, was man als Coursinghund so dringend braucht: Körperbeherrschung und Trittsicherheit, auch bei hohen Geschwindigkeiten.
Freilauf von Welpe an, und das in möglichst unterschiedlichen Geländen, ist die Grundvoraussetzung, wenn man seinen Hund ohne Schäden durch die Coursingkarriere bringen will. Nichts kann schädlicher sein, als sie in Watte zu packen und ihnen die Möglichkeit zu nehmen, ihren Körper kennenzulernen, zu kräftigen und auch ihre Grenzen zu erleben.

Oberstes Ziel in meinem Alltag ist immer der möglichst sichere Freilauf im Gelände, im äußersten Notfall auf einem eingezäunten Gelände.
Wenn man sicheren Freilauf nicht vor der Haustüre gewähren kann, dann muss man sich ein passendes Gelände suchen. Und wenn der Hund auch ohne Reiz einfach losprescht und die Gegend unsicher macht, dann gäbe es sinnvolle Trainingsmaßnahmen, denn das hat meist wenig mit Jagdverhalten zu tun.
Und wenn echt gar nix geht, dann greift man zur Schleppleine, Länge so etwa 50m, und hat dann wenigstens etwas Bewegungsspielraum für den Hund geschaffen.
Ja, 40-50m kann man mit der richtigen Technik auch beim Windhund nutzen, ohne sich sämtliche Knochen zu brechen. Viele Jahre quälte ich mich bei den Spaniern schon mit Schleppleinen in dieser Größenordnung und sie ist einfach ein sehr wichtiges Hilfsmittel im Alltag mit jagenden Hunden, aber das führt hier zu weit. Nur so viel: Es geht, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit etwas Hirn.

Wir sind es unseren Hunden eigentlich schuldig, beim Thema Freilauf ein bisschen Zeit und Mühe zu investieren.
Sie haben es sich nicht ausgesucht, bei uns zu sein, wir wollten einen hochspezialisierten Hetzjäger – dann muss man so fair sein, und im Alltag vielleicht etwas mehr Arbeit auf sich nehmen😉 Erst recht, wenn man Sport mit ihnen betreiben will.

2. Das Spiel mit Ball, Frisbee & Co.
Hat man seinen Hund von Welpe an, ist es einfach, ihn auf ein Spielzeug zu konditionieren und es ist auch einfach, ihn zum Bringen und Abgeben zu animieren. Welpen bieten das von sich aus an, man muss dieses Verhalten nur fördern.
Ballschleudern helfen beim Weitwurf, Frisbees kann man mit der richtigen Technik auch recht weit werfen😉

Findet der Hund solche Spielzeuge doof, gäbe es auch noch welche mit Fellbezug. An die gehen dann meist sogar Hunde, die ohne entsprechende Spielerfahrungen mit Menschen aufgewachsen sind.
Klick mich für Beispiele
Überhaupt gibt es eine Unmenge an Spielmöglichkeiten, keine Möglichkeit ist zu abwegig, solange sie Spaß macht😀

3. Das Rufspiel.
Der Klassiker, vielfältig einsetzbar: 2 Menschen stellen sich x Meter voneinander entfernt auf und rufen den Hund zwischen sich hin und her. Eine Belohnung spornt den Hund zusätzlich an, sei es Futter oder ein Spielzeug.
(Für die Hardcore-Windhundsportler: Auch „das Hasi“ ist ein Spielzeug, ein Lockmittel, notfalls nimmt man das.)
Beliebig erweiterbar, bezogen auf Distanz und rufende Menschen und funktioniert auch mit mehreren Hunden – einer ruft alle, jeder ruft nur einen bestimmten Hund, nur einer darf laufen und der Rest wartet usw. – und bergauf, für ein bisschen Kondition extra😉
Nebenbei kann man den Start aus der Hand üben.

4. Die Hetzangel und Reizangel.
Im Grunde kann man die selben Lockmittel verwenden, die man beim Coursing verwendet – Plastikbänder. Man kann aber auch alles andere verwenden, das den Hund zur Bewegung animiert.
Stock, Schnur, Köder und ab auf die Wiese. Reitgerten/Longiergerten bzw. Peitschen und robuste Angeln eignen sich ebenfalls. Ich empfehle längere Angeln, damit der Radius nicht zu eng wird, was den Körper des Hundes unnötiger Belastung aussetzen würde.

Wer mit seinem Hund mehr tun möchte, als ihn nur zu bewegen, der kann an dieser Angel auch verschiedenste Übungen ausführen. Heute geht es aber nur um Bewegung, daher noch der Tipp: Den Hund nicht direkt an die Angel ansetzen, sondern eine Sprintstrecke einbauen und den Hund x Meter entfernt von der Angel freigeben., z.B. auch hier wieder einen kleinen Hügel hoch (das Spiel mit der Angel aber bitte nur auf ebenem Grund). Diese Variante eignet sich auch für Hunde, die sich beim Coursing noch ungern vom Halter lösen und entfernen. Das kann auch bei zu jungen Hunden oder unsicheren Hunden der Fall sein, da würde ich allerdings eher raten, den Hunden einfach mehr Zeit zu geben – dem Junghund die Zeit, um richtig erwachsen zu werden und dem unsicheren Hund die Möglichkeit, aktiv mit Unterstützung des Halters im Alltag an Sicherheit zu gewinnen.

5. Das „Sprintseil“.
Keine Ahnung, ob dieses Seil einen speziellen Namen hat, aber wir nennen es Sprintseil😉
Im Grunde ein elastisches Seil von 50m, das man auf 150m ausziehen kann und damit den Hund ohne großen eigenen Einsatz sehr effektiv trainieren kann. Denn die meisten Hunde legen es sich selbst wieder aus!
Gibt es z.B. hier und hat sich vielfach bewährt, von Verletzungen habe ich noch nicht gehört. Edit: Da sich der Link offenbar gelegentlich ändert, hier der Name des Produkts: 2-TECH Jagdhunde / Hetzhund Trainingssystem Set 50 Meter Länge
Eignet sich ebenfalls zum Üben von Handstarts. Vorsicht, hat Suchtpotential!

6. Privates Training mit Hasenzugmaschinen.
Besonders ambitionierte Windhundsportler finden heute mit ein paar Klicks diverse Angebote für elektrische Hasenzugmaschinen, hergestellt in Deutschland, UK, Irland, den USA, Kanada oder gar Australien. Ein paar Hundert Euronen muss man dafür schon auf den Tisch legen, wer ein bisschen geschickt ist, kann sich solche Maschinen aber auch ganz leicht und günstig selbst basteln. Auch hier finden sich zahlreiche Tutorials. DIY-Videos sind ja in😉
Ich persönlich habe bei diesen Maschinen immer ein bisschen Bauchweh. Man darf nämlich nicht dem Irrglauben verfallen, dass man damit wettbewerbstauglich Coursings über mehrere Umlenkrollen und vielleicht noch in hohem und/oder nassem Gras ziehen könnte. Zusätzlich sollte man sich gut informieren, was man bei der Pracourslegung lieber tunlichst vermeidet, um keine Verletzungen bei den Hunden zu provozieren. Auch sollte man zu Beginn einige Probezüge ohne Hund machen und die Maschine besser kennenlernen.
Aus Sicherheitsgründen würde ich empfehlen, wirklich nur Geraden oder maximal ein L zu ziehen – das gilt ganz besonders für die schnellen Rassen! Aber wir sind in puncto Sicherheit wohl auch ganz speziell empfindlich…

 

7. Radfahren, Reiten & schnelles Gehen.
Auf das Training am Rad kommen die meisten noch selbst, und zum Ausreiten benötigt man zwangsweise ein Pferd, sodass ich darüber gar nicht viele Worte verlieren möchte. Nur so viel: Es ist durchaus in Ordnung, einen Windhund (auch extreme Sprinter wie Whippet und Grey) regelmäßig mit Konditionstraining wie Radfahren (5km und mehr, ca. 15km/h) oder täglich mit 1-1,5h schnellem Gehen – ohne groß zu schnüffeln, alle paar Meter zu markieren oder sich sonst irgendwie aufzuhalten – zu fordern. Für Greys aus dem Profisport sind solche Trainingsspaziergänge Alltag, viele müssen normale Spaziergänge mit Zeitunglesen & Co daher erst lernen. Schneller Schritt ist unheimlich effektiv und man kann sich sicher sein, dass im Profisport nichts gemacht wird, was ineffektiv wäre.
Auf Laufbänder würde ich verzichten, die sollten wirklich für den Aufbau nach Verletzungen reserviert bleiben.
Und bitte: Verwendet beim Radfahren gut sitzende Geschirre und Leinen mit Ruckdämpfer, bitte keine Halsbänder mit Flexileinen dran! Als ich vor ein paar Jahren ein neu erschienenes Whippetbuch zur Hand nahm und dort doppelseitig Whippets am mit Borten verzierten Halsband und der Flex neben dem Rad liefen, war ich ehrlicherweise ziemlich entsetzt😉 Kein gutes Vorbild!

8. Laufhundesport/Zughundesport.
Was immer mehr im Kommen ist, vor wenigen Jahren aber noch heftigen Widerstand bei Windhundleuten auslöste und teilweise auch noch immer auslöst: Laufhundesport bzw. Zughundesport mit Windhunden.
Was genau ist das?
Beim Laufhundesport bildet der Mensch mit seinem Hund ein Team (verbunden über eine elastische Leine) und läuft (= CaniCross), radelt (= Bikejøring) oder rollert (= Scooterjøring) hinter dem Hund her und lenkt diesen über Signale, wie „Links“, „Rechts“, „Langsam“ usw. Bekannt ist auch das Skijøring im Winter.
Die Leine ist dabei stets auf Zug, das heißt, der Hund bestimmt das Tempo. Der Mensch bremst eigentlich eher, zumindest ist das bei meinen Hunden so😉
Ich bin mittlerweile nur mehr mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs, den Scooter habe ich schon vor 3 Jahren verkauft. Leider, weil es eigentlich echt Spaß gemacht hat und ein super Training für die Hunde und mich war, aber man benötigt dazu einfach auch die passenden Strecken – nämlich Wege und Straßen, die nicht asphaltiert sind. Heißt, man muss eventuell mit dem Roller im Auto solche Wege aufsuchen und das ging bei mir nicht. Mit dem Rad bin ich flexibler.
Was man außerdem benötigt, ist natürlich die passende Ausrüstung – maßgefertigte Zuggeschirre (ich habe rückenfreie V-Backs und keine X-Backs, was sich bei Windhunden empfiehlt), Leinen mit Ruckdämpfer, Antennen für das Bike oder einen Hüftgurt. Ist aber nicht so wahnsinnig teuer, weshalb ich das als Alternative zum Gassi an der kurzen Leine sehr empfehlen kann.
Hüftgurt, Leine mit Ruckdämpfer und das normale Geschirr (sollte vorhanden sein) reichen für Wanderungen und kosten etwa 50,- Euro. Nachteil bei den Hüftgurten: Rutschen bei Frauen gerne mal hoch, sollten aber möglichst tief getragen werden😉
Da Laufhundesport eben schön langsam mehr in Mode kommt, gibt es das Zubehör schon in vielen Onlineshops bzw. bei diversen Herstellern. Eine Empfehlung ist die Seite http://laufhundesport.at/ , dort findet man viele nützliche Infos.

15km am Rad war für meine kein Thema, jetzt mit bald 8 Jahren fahren wir natürlich ein reduzierteres Programm. Aber mit 6 sind sie durchaus die 9km in etwas über 20 Minuten gefahren, auf gebremstem Zug und exklusive Pausen. Spitzengeschwindigkeiten über 40km/h, wobei mir mehr zu riskant war, so eben sind die Feldwege nicht und Hasen gibts ja doch ein paar hier in der Gegend.
Auch Whippets sind nur Hunde und können mit entsprechendem Training selbstverständlich auch mehr als nur 2-3km laufen (siehe Punkt 7), denn selbst wenn ihnen als extremen Kurzstreckensprintern ein hoher Anteil an sehr schnellen Fasern in der Muskulatur angeboren ist, erfolgt der Umbau in ausdauernde oder intermediäre Fasern recht einfach und zügig (zum Thema Muskelfasertypen folgt sicher endlich mal ein eigener Artikel).
Zugarbeit ist wirklich super für die Hunde, baut eben schön Muskulatur auf und fördert die Ausdauer.
Es ist streng genommen eigentlich auch nicht wirklich neu für Windhundleute, habe ich doch schon von mehreren Seiten gehört, dass man mit den Hunden gezielt wildreiches Gebiet aufsucht und sie dort so richtig ziehen lässt. Bevorzugt zur Dämmerungszeit, wenn das Wild sich zeigt… Is natürlich auch ne Möglichkeit, bei der hiesigen Wilddichte ergibt sich das meist von selbst. Zur Prävention von Schultergelenksentzündungen empfiehlt sich aber durchaus wieder der Bauchgurt aus dem Laufhundesport und für den Hund das gut sitzende Brustgeschirr, was soll man sich auch unnötig mit bestickten Halsbändern (Jaa, mit Troddeln!) und handgenähten Lederleinen herumplagen😉
Dieser Sport ist aber nichts für Leute, denen nur Sekunden auf der Bahn wichtig sind, denn Hunde für die Bahn trainiert man nicht auf diese Distanzen. Das ist quasi Kraftsport vs. Ausdauersport – Höchstleistungen in beiden Bereichen kann der Körper nicht bringen. Wohl ist es aber für Coursinghunde sehr von Vorteil, über längere Distanzen hohe Leistungen erbringen zu können und nicht, wie leider häufiger zu beobachten, nach der Hälfte der Strecke massive Leistungseinbrüche zu zeigen. Das erhöht übrigens auch die Verletzungsgefahr, wie bei jedem müden Sportler kann eine falsche Bewegung schon unangenehme Folgen haben.
Und dass Ausdauersport sehr gesund ist, weiß man ja auch. Das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, das Hormonsystem, Lunge, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen usw. – der ganze Körper profitiert davon. Nicht nur beim Hund, auch beim Menschen, der hier zwangsweise mittrainert wird.
Aus diesem Grund findet man die Empfehlung für Zughundesport auch auf manchen Seiten von Tierphysiotherapeuten.
Wem das alles noch zu wenig Nutzen oder zu langweilig ist, der kann draußen ja auch Geocaches suchen oder Pokémons und dabei den Hund an den Gurt hängen😉

9. Das Longieren.
Die Longierarbeit mit Pferden kennen die meisten Menschen, aber auch mit Hunden ist Longieren – in abgewandelter Form – möglich. Hunde laufen beim Longieren ohne Leine außen um einen abgesteckten Kreis herum und werden vom Hundeführer über Körpersprache oder verbale Signale gelenkt. Prinzipiell kann man mit allen Hunden longieren, aber sehr lauffreudige Hunde haben natürlich besonders Spaß. Neben dem gezielten Aufbau der Muskulatur (hier sei auch der Einbau von Cavaletti und Geräten erwähnt) ist ein weiterer Pluspunkt, dass der Hund lernt, auch auf Distanz auf den Halter zu achten und Signale umzusetzen. Das ist für den Freilauf oder das Training an der Schleppleine ganz praktisch.
Also auch, wenn es für manche gewöhnungsbedürftig erscheint – ausprobieren schadet definitiv nicht.
Und da ich von Windhundleuten schon ernsthaft gehört habe, dass dieses „Im-Kreis-Laufen“ ungesund sei, möchte ich hier kurz fragen: Wie war das nochmal mit den Bahnrennen im Oval?

10. Schwimmen.
Ebenfalls ein Klassiker. Hat man das Glück, einen wasserverrückten Windhund zu halten, sollte man das nach Möglichkeit ausnutzen.

 

11. Gezielter Muskelaufbau durch (physiotherapeutische) Übungen, Bewegungstraining, Übungen für mehr Körperbewusstsein.
Was für Profisportler und auch Hobbysportler ganz selbstverständlich dazugehört, war für Hunde (außerhalb des kommerziellen Rennsports) lange Zeit eher die Ausnahme: Die Betreuung durch einen Physiotherapeuten oder Bewegungstrainer.

Der regelmäßige Check-up durch einen Chiropraktiker oder Osteopathen sollte für jeden Coursinghund Pflicht sein und besonders nach Überschlägen oder Zusammenstößen, die bei Bewerben nicht so selten sind, muss ein Spezialist ran.
Auch wenn der Hund nicht unmittelbar eine Verletzung anzeigt, können sich Kleinigkeiten bei weiterer Belastung zu gröberen Problemen auswachsen oder Verletzungen durch Fehlbelastung (Schonhaltung) entstehen.
Aber selbst ohne Zwischenfall lohnt sich die Behandlung, wie jeder Mensch am eigenen Körper fühlen kann, wenn er sich selbst sowas gönnt.
1-2x im Jahr gibt es für meine eine präventive chiropraktische Behandlung, eine Einheit kostet zwischen 40€ und 70€.
In Österreich sind solche Spezialisten immer Tierärzte mit Zusatzausbildung, Menschen ohne veterinärmedizinisches Studium dürfen nicht „therapieren“. Diese Tierärzte sind nicht überall leicht zu finden, ich fahre z.B. bis zu 100km einfache Strecke.
Enzo hat dagegen eine Physiotherapeutin, die ihn Zuhause besucht😉

„Normalen“ Tierärzten fehlt diesbezüglich leider einfach wichtiges Wissen, sie müssen tausende verschiedene Krankheitsbilder bei hunderten Rassen und zig verschiedenen Tierarten im Kopf haben, für sie ist eine Blockade im Iliosakralgelenk nicht unbedingt etwas, das sie erkennen und behandeln können/wollen. Von einem Lungenfacharzt würden wir auch nicht erwarten, dass er eine einwandfreie Diagnose an einem schmerzenden Knie stellt und es auch noch passend behandelt.

Bewegungstrainer für Hunde oder auch Leute mit einer deutschen Tierphysiotherapie-Ausbildung, die hierzulande andere Berufsbezeichnungen wählen müssen, können ebenfalls einen wichtigen Teil dazu beitragen, den Hund optimal auf das Coursing vorzubereiten.
Haben Hunde körperliche Schwachstellen (und jeder Hund hat irgendwo eine), können gezielte Übungen helfen, diese zu stärken. Belastet der ausgeübte Sport bestimmte Regionen besonders (und das ist bei jeder Sportart der Fall), kann gezieltes Bewegungstraining einen Ausgleich schaffen.
Nicht zuletzt wird das Körperbewusstsein durch solche Übungen gestärkt, sie fördern außerdem Koordination und Geschicklichkeit.
Wenn auch wir sensibler werden und auf das Gangbild achten, auf die Art, wie die Hunde sich im Freilauf bewegen, welche Bewegungen sie gerne oder plötzlich nicht mehr gerne ausführen, schützt das die Gesundheit der Hunde.
Deshalb kann ich eine Stunde bei einem Bewegungstrainer o.ä. oder den Besuch von Seminaren zum Thema sehr empfehlen. Manche Hundeschulen bieten mittlerweile Bewegungstraining als wöchentliche Kurse an.

Gratuliere, bis zum Ende durchgehalten😉
Das wäre fast alles, was mir einfällt. Sicher gibt es noch jede Menge anderer Möglichkeiten, den Hund fit für das Coursing und den Alltag zu halten, aber am wichtigsten ist für mich, wie eingangs erwähnt, der Freilauf.
Einen sportlichen Hund wie einen Windhund sollte man sich nur zulegen, wenn man auch gewillt ist, mit ihm Sport zu treiben. Sicher sind Windhunde angenehme Hausgenossen, aber sie sind auch seit Jahrhunderten, eigentlich schon seit Jahrtausenden auf körperliche Höchstleistungen selektiert worden, wie zahlreiche andere Jagdhundtypen auch. Und auch wenn wir sie in den letzten Jahrzehnten nicht mehr ausschließlich zu Jagdzwecken halten und züchten und die Showhundezucht gewisse Tribute fordert, grundsätzlich sind es Hunde, die Leistung erbringen wollen.
Sie können in den unterschiedlichsten Sportarten brillieren, weil sie so flexibel sind und schnell Konzepte verstehen. Besonders mögen sie Sportarten und Beschäftigungen, bei denen sie laufen können, aber der Kopf darf nie zu kurz kommen.
Ihre Flexibilität und die rasche Auffassungsgabe sollte man nutzen, um sie körperlich und geistig bis ins Alter fit zu halten, abseits der Bahn oder des Coursingfeldes.
Neben dem Training sollte man nicht vergessen, für ausreichend Ruhezeiten zu sorgen und den Hund im Bewerb nicht zu überfordern.
Fit ist ein Coursinghund für mich dann, wenn er beide Läufe ohne sichtbare konditionelle Einbußen absolviert und wenn er danach noch immer lustig und eifrig ist. Er sollte den Eindruck erwecken, dass er problemlos noch einen dritten Lauf schaffen würde.
Wenn ein Hund nach einem Coursing 2 Tage „faul“ herumliegt und sich nicht wie üblich auf Spaziergänge freut oder generell unmotiviert wirkt, dann ist das nicht ideal!
Coursing ist nicht dazu da, den Hund so auszupowern, dass er tagelang schwächelt. Das ist Überforderung und auf Dauer ziemlich ungesund, egal ob Training oder Bewerb.
Und noch einmal möchte ich zum Abschluss betonen: Fitness und Leistung kommen auch aus dem Kopf.
Ich als Halter habe die Verantwortung, nur einen körperlich fitten und mental ausgeglichenen, stabilen Hund den Belastungen eines so anspruchsvollen Sports auszusetzen.
Damit alle am Ende das Gefühl haben: Coursing ist großartig!

Enzo, Levi und Lori

Schnell schieb ich noch die Fotos vom Coursingtraining am 4. Juni ein, denn Enzo (Amigo dLA) und Levi (Naturatas Date Me In The Night) waren endlich einmal zu Besuch❤
Ich glaube, das war die erste echte Gelegenheit, von Enzo Fotos zu machen. Obwohl wir uns in den vergangenen Jahren so oft getroffen haben, hab ich es immer verpasst. Ausstellungen, Rennen, Coursings – alles nicht wirklich der passende Rahmen. Außerdem war es das erste Wiedersehen von Lori und ihrem Bruder Levi und es ist nicht zu übersehen, wie viel Freude die drei miteinander hatten!

Leider habe ich erst am Schluss daran gedacht, dass ein Video wohl am besten die Action eingefangen hätte, dabei kann Enzo so ein lustiger Kasperl sein😉

Ein sehr spontanes Mini-Coursingtraining hatten wir auch noch, da konnte Enzo nochmal vor der EM in Veľké Pole/SLO ein bisschen trainieren. Zur neuen Wiese mache ich eventuell noch ein gesondertes Video…

Die restlichen Fotos finden sich wie immer auf Google+: https://goo.gl/photos/Qqhmjubu6pxx6pWa6

Vielen Dank, dass ihr uns besucht habt! Es ist so schön, die Hunde so fröhlich und gelöst miteinander laufen zu sehen🙂

Frühsommer

In den vergangenen Wochen waren die Spaziergänge besonders schön, alles ist endlich wieder saftig grün und mittlerweile blüht es auch bunt. Der Regen hat da nicht wirklich gestört, die Hunde waren immer ziemlich lustig unterwegs und hüpften auch durchs nasse Gras. Aber Fotos gehen bei Regen natürlich nicht und so dachte ich mir am Freitag bei den ersten Sonnenstrahlen: Jetzt schiebe ich ein Viertelstündchen Fotogassi ein, bevor unsere Blumenwiesen gemäht werden.
Weil: Ja, wir leben alle noch, keiner krank, keiner verletzt!
Die Hunde fanden das aber blöd, Fotogassi is voll fad. Irgendwie habe ich fast den Eindruck, sie sehen die Kamera und schalten sofort auf Langeweilemodus um, kleben mir nur an den Fersen. Oder am Knie. Auf dem Schoß. Oder in den Taschen.
So etwa.
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Man könnte auch sagen, sie waren sehr entspannt…

und aus 15 Minuten Fotogassi wurde dann doch fast eine Stunde Entspannungs-/Actiongassi, als Elo Lenny und Collie Luigi dazustießen. Die Teenies Lori, Luigi und Lenny sind ein tolles Dreiergespann, auch wenn Lenny seiner großen Liebe Enya wohl ewig treu sein wird🙂
Und Lori steht einfach auf alles, was flauschig ist. Eurasier sind auch ganz hoch im Kurs😉

Aber wer mit bald 8 Jahren noch so fleißig courst, hat sich Entspannungsgassi auch verdient:

Wie funktioniert eigentlich…? Lure Coursing in den USA

Heute dachte ich mir, ich schreibe mal wieder etwas für alle meine Coursingfreunde und ein bisschen auch ganz speziell für meine Basenji- und Ridgebackfreunde, denn das ist längst überfällig😉

Wenn man sich für Hundesport interessiert, ist es ja immer gut, ein wenig über den Tellerrand zu blicken und Neues kennenzulernen, sich umzuschauen im eigenen Land und in anderen Ländern, vielleicht sogar auf anderen Kontinenten. Nicht immer kann man das persönlich tun, aber dank Internet und den verschiedenen sozialen Medien ist Kontakt leicht hergestellt und viele Enthusiasten teilen auch gerne öffentlich ihr Wissen und ihre Informationen.
Coursing, oder eigentlich Lure Coursing, läuft in den USA unter dem AKC etwas anders ab als bei uns, innerhalb der FCI. Was ich im folgenden Text schreibe, bezieht sich auch nur auf Coursings unter dem AKC, dem American Kennel Club. Das Reglement findet man hier: Regulations for Lure Coursing Tests and Trials & Coursing Ability Tests

Das Wörtchen „lure“ ist diesbezüglich sehr wichtig, als Abgrenzung zur Jagd mit Hetzhunden auf lebende Beute. In Teilen der USA gibt es sog. Open Field Coursings, bei denen tatsächlich noch Jackrabbits und ähnliche Hasenartige gejagt werden und die Hunde von Richtern bewertet werden.
Lure bedeutet allerdings Lockmittel, Köder, Reiz und aus der Jägersprache Luder, ein Lockmittel speziell für Raubtiere. Es ist also eine künstliche bzw. tote Beute.

In den USA werden sehr gerne einfache, weiße Plastikbeutel verwendet, und zwar 3 Beutel hintereinander an die Schnur geknüpft. Das liegt daran, dass in den USA im Regelfall auch 3 Hunde laufen!
Diese tragen die Farben Gelb, Pink/Rosa und Blau, während die Farben bei FCI-Coursings Rot und Weiß sowie ggf. Blau sind.
Auch ist das Tragen von Maulkörben nicht obligatorisch, die Hunde dürfen ohne Maulkorb laufen, die Entscheidung liegt beim Besitzer. Das FCI-Reglement schreibt Maulkörbe für alle Rassen vor, außer für Windspiele.

Bei uns sind Paarläufe üblich, Dreierläufe kommen selten vor. Ich kenne sie aus Tschechien, dort liefen gelegentlich 3 Hunde und wurden getrennt bewertet. Auch gibt es sog. Pack Coursings („Rudelcoursings“) in Skandinavien, bei denen allerdings alle 3 Hunde gemeinsam bewertet werden und bei denen das optimale Zusammenspiel der Hunde eine wichtige Rolle spielt. Daher laufen bei diesen Pack Coursings eigentlich nur Hunde zusammen, die in etwa gleiche Leistungen zeigen können.

Anmerkung: Der erste Lauf hier ist kein Dreierlauf, einfach überspringen.

Aber zurück zu den Lure Coursings in den USA🙂
Die verwendete Technik kann sich von dem, was in Europa üblich ist, natürlich unterscheiden. Oft werden sog. Endlosanlagen (continuous loop) verwendet, die allerdings nicht überkopf über Steher, sondern am Boden laufen.

Endless Overheadanlagen benutzen bspw. die Schweizer (hier Enzo unter Weiß beim Frühjahrscoursing in Lotzwil 2016):

Hier eine bodenlaufende Endlosanlage aus den USA (continuous loop):

Für uns sieht das manchmal schrecklich aus, ist doch ein Tritt auf die Schnur während des Laufs eigentlich unbedingt zu vermeiden. Böse Verletzungen entstehen immer wieder durch solche Zwischenfälle. Die Meinungen gehen aber auseinander, manche (die, die diese Systeme verwenden😉 ) behaupten, dass sich die Hunde daran gewöhnen, auch auf die Schnur zu achten und treten daher bei den bodenläufigen Endlosanlagen nicht auf die Schnur. Andere sprechen sich durchaus für die bei uns gebräuchlichen Anlagen aus, bei denen die Schnur eingeholt und aufgespult wird (drag lure machine), aufgrund der reduzierten Verletzungsgefahr.
Ebenso soll es keine gehäuften Unfälle durch Dreierläufe geben. Ich denke, die Art zu ziehen und die Parcoursgestaltung spielt hier eine maßgebliche Rolle.
Die Parcours sehen bei Endlosanlagen entsprechend anders aus als bei uns, manchmal recht künstlerisch gestaltet😉 Leider finde ich gerade die tolle Seite nicht mehr, auf der man sich durch verschiedene Vorschläge für die Parcoursgestaltung mit Endlosanlagen klicken konnte…
Hier aber mal eine Idee mit Erklärungen: klick

Wer darf denn nun laufen?

Prinzipiell ist Lure Coursing in den USA sehr beliebt und wird von allen lauffreudigen Hunden ausgeübt, oft in Parks udgl., einfach als netter Spaß für Hund und Familie.
An Tests und Trials nehmen aber nur die Rassen teil, die in den USA unter Sighthounds – oft mit Windhunden übersetzt – fallen.
Dass diese Übersetzung so nicht richtig ist, wird ganz schnell klar, wenn man sich anschaut, welche Rassen der AKC als Sighthounds (sight = Sicht, hound = Jagdhund, der selbstständig jagt) führt😉

Sighthounds are a special group of hounds that are bred to hunt by sight. The sighthound breeds are: Whippets, Basenjis, Greyhounds, Italian Greyhounds, Afghan Hounds, Borzois, Ibizan Hounds, Pharaoh Hounds, Irish Wolfhounds, Scottish Deerhounds, Salukis and Rhodesian Ridgebacks.
http://www.akc.org/events/lure-coursing/getting-started/

Übersetzt: Sighthounds sind eine spezielle Gruppe von Jagdhunden, die dazu gezüchtet wurden, auf Sicht zu jagen. Die Sighthound-Rassen sind: Whippet, Basenji, Greyhound, Italienisches Windspiel, Afghane, Barsoi, Podenco Ibicenco, Pharaoh Hound, Irischer Wolfshund, Schottischer Deerhound (btw., Hirschhund), Salukis und Rhodesian Ridgebacks.

Na hoppala. Die Ridgebacks und die Basenjis?


Ja, die stehen unseren Windhundrassen in puncto Jagd auf Sicht und Leistung beim Lure Coursing oder auf der Bahn in nichts nach.
Besonders die Basenjis zeigen das nun endlich auch in sehr vielen europäischen Ländern, aber leider noch nicht in allen. Ein paar wenige Länder fehlen, aber ich bin mir sicher, das wird. Diese Rassen bei uns auszuschließen, wäre auf lange Sicht nämlich einfach nur unklug.
Wer sich jetzt wundert, dass hier einige Windhundrassen fehlen, die bei uns laufen: Nicht alle FCI-anerkannten Windhundrassen sind auch AKC-anerkannt. Der Sloughi wurde bspw. erst mit 2016 vom AKC aufgenommen und als Rasse anerkannt.
Nicht alles, was bei uns selbstverständlich scheint, muss anderswo auch so gelten. Tellerrand und so…

Weiters dürfen an Bewerben teilnehmen: Cirneco dell’Etna, Podengo Portuguese Pequeno, Medio & Grande, Azawakh, Norrbottenspitz, Thai Ridgeback, Sloughi, Peruanischer Nackthund

Für alle anderen Rassen gibt es neuerdings die Möglichkeit, den Coursing Ability Test (CAT) abzulegen, der dem Hund Jagdlust und eine gewisse Leistungsfähigkeit zuspricht. Das soll in gewisser Weise Gesundheit beweisen. Die Hunde laufen dabei solo.

Was gibt’s so an Events und Titeln?

Viel. Wie bei uns, eine schier unüberschaubare Anzahl an Veranstaltungen, Titelchen & Co😉
Aber grob unterscheidet man:

A LURE COURSING TEST is a non-competitive event at which instinct tests and qualifying tests are run for eligible sighthound breeds. Tests are pass/fail events.
A LURE COURSING TRIAL is a competitive event at which Open, Special and Veteran stakes are offered for eligible sighthound breeds. Championship points toward titles are earned by dogs competing in trials.

Zu Beginn macht man den JUNIOR COURSER, das heißt, ein Hund läuft frühestens im Alter von 12 Monaten einen Parcours von mind. 600 yards/550m und mit mind. 4 Umlenkrollen, und das alleine. Er muss den Parcours mit sichtbarem Eifer laufen und darf nicht abbrechen. Das macht er 2x unter 2 verschiedenen Richtern und kann damit dann den QUALIFIED COURSER in Angriff nehmen, bei dem er mit einem passenden Begleithund läuft. Danach darf der Hund an Trials/Bewerben teilnehmen, und wie das dann abläuft, kann man sich in diesem Video ansehen:

Oder hier nachlesen: klick

Die Bewertungskriterien sind weitgehend gleich, außer in einem Punkt: Der Hund soll dem Lockmittel möglichst eng folgen, wie man in dem Video auch hört. Hier nennen das manche „hasentreu“ laufen und das ist nicht von allen Richtern gern gesehen.

Das war es dann auch schon wieder mit dem kurzen Überblick, der natürlich nur oberflächlich war, aber hoffentlich einige der großen Unterschiede aufzeigen konnte. Auch im Rennsport gibt es übrigens große Unterschiede zu Europa, die eigentlich sehr spannend wären und vielleicht bei anderer Gelegenheit Thema hier sind…

Zusatzausbildung Jagdverhalten mit Pia Gröning & Anke Lehne

Aktuell besuche ich ja eine interessante Zusatzausbildung für Hundetrainer, an der aber auch Hundehaltern mit entsprechender Vorbildung teilnehmen können.
De facto bin ich dort zwar die einzige Teilnehmerin ohne hundeberuflichen Background, aber bisher fiel das nicht auf, denn gut ein Drittel der Teilnehmer sind auch Biologen/Biologiestudenten und somit haben wir fast die selbe Basisausbildung😉 Die Hälfte der Vortragenden, nämlich Anke Lehne, im Übrigen auch.

Pia Gröning und Anke Lehne bieten die Ausbildung erstmals in Österreich an, in Deutschland läuft sie an verschiedenen Standorten.
Pia Gröning ist bekannt durch ihre Bücher und DVDs zu „Antijagdtraining“, „Spiele und Action für Jagdhunde“, „Der Tierschutzhund: Starthilfe in ein neues Leben“, Longiertraining, Treibball und mehr. Bei ihr habe ich bereits einige Seminare besucht und war immer sehr angetan. Dass Tier&Wir nun auch diese Ausbildung organisiert hat, darauf habe ich seit 2 Jahren gewartet!
Von Anke Lehne stammt das Buch „Zeitgemäße Jagdhundeführung: Im Alltag und im Revier“, sie ist also in puncto jagdlich geführte Hunde ganz nah an der Praxis.

Bei dieser Ausbildung dreht sich also alles um das Jagdverhalten des Haushundes, und begonnen wurde mit einer Einführung in die verschiedenen Formen der Jagd mit Hunden und dem dafür herausgezüchtete Verhalten der einzelnen Rassen. Im ersten Modul, das 4 Tage dauerte, war deshalb auch sehr viel Rassekunde dabei, inkl. der Livepräsentation verschiedener Rassen und deren Arbeitsweisen.
Jetzt bin ich ja nun nicht ganz unbeleckt was Jagdverhalten angeht, verbrachte ich doch meine ersten Lebensjahre mit jagdlich sehr motivierten Huskys (Geflügel war das größte Übel😉 ), habe durchaus auch das Jagdverhalten der Deutsch Kurzhaar meines Vaters kennengelernt (stundenlanges Warten im Nebel inklusive), halte selbst seit 14 Jahren Hunde und davon die meiste Zeit ehemals jagdlich geführte Windhunde – nur alles nix gegen manche Spezialisten, aber hallo! Spannend, was sich alles genetisch verankern lässt und was der Mensch in teilweise kurzer Zeit an Merkmalen und Verhaltensweisen herausgezüchtet hat.
Zu einem sehr ursprünglichen Typ der Jagdhunde gehören natürlich die Windhunde.
Ohne Zweifel zeigen alle Windhundrassen ein sehr spezielles, rassetypisch auch nochmal sehr unterschiedliches und stark ausgeprägtes Jagdverhalten, auf das sie viele Jahrhunderte züchterisch selektiert wurden (siehe z.B. „Von Hasen und Kaninchen…“).
Das kann, je nach Wohnort, durchaus zu einem „Problem“ werden – insofern, als dass viele Windhunde dann gar keinen Freilauf mehr genießen können, was ihrem Naturell aber überhaupt nicht entspricht und, einem Teufelskreis gleich, zu anderen, unangenehmen Verhaltensweisen führen kann. Wobei, Windhunde neigen ja ein wenig zur Resignation, was aber für den Hund keinen Deut besser ist.
Die Seele eines Windhundes will laufen – und zwar nicht nur einem Plastikköder hinterher.
Dass man auch mit Windhunden an einem besseren und sicheren Freilauf arbeiten kann und ihnen außer Coursing und Rennbahn noch sehr viele andere Jagdersatzspiele/-beschäftigungen anbieten kann, stößt nicht bei allen Windhundleuten auf Begeisterung. Oder auch nur Akzeptanz😉
Viele meinen, man würde den Windhund verbiegen oder ihn brechen. Für mich so widersinnig, dass ich sogar Probleme damit habe, diesen Blödsinn wiederzugeben.
Systematische Gewalt im Umgang mit Hunden ist ein Tabu, ich kann es gar nicht oft genug betonen.
Tough Love
Keine Empfehlung
Add. 1
Weisheit
Lesenswert
usw. usf.

Oder, um aus dem Klassiker von Pia Gröning und Ariane Ullrich zu zitieren:
„Man kann nicht gegen See und Wellen anarbeiten. Wenn man in einen Sturm kommt, muss man ihn abwettern – ihn also annehmen und das Beste daraus machen.“
Das Jagdverhalten unserer Windhunde/Whippets macht den entscheidenden Teil ihres Wesens aus, eben: Der Whippet sieht aus wie ein Whippet und verhält sich wie einer, weil er für bestimmte Zwecke züchterisch selektiert wurde.
Es kann unheimlich bereichernd sein, mit jagdlich motivierten Hunden zusammenzuleben und mit ihnen gemeinsam zu lernen und zu arbeiten. Wenn man sie annimmt, wie sie sind. Thaya war diesbezüglich mein bester Lehrmeister und unsere Beziehung war auch deshalb so eng, weil ich so oft an meine eigenen Grenzen gestoßen bin.

Es versteht sich von selbst, dass nur HundetrainerInnen teilnehmen können, die

  • mit dem Einsatz des Clickers bzw. der dahinterstehenden Theorie vertraut sind, sowie weiteren “Werkzeugen” der positiven Verstärkung.
  • ohne das Heranziehen von Dominanzkonzepten arbeiten.
  • grundlegende Kenntnisse zur Körpersprache des Hundes besitzen.
  • einen respektvollen Umgang mit dem Hund und seinem Menschen pflegen.

Wir haben in diesen 4 Tagen schon viele tolle und hilfreiche Werkzeuge kennengelernt und am letzten Tag auch an fremden Mensch-Hund-Teams geübt. Wie schnell einfache Übungen, wie bspw. das „10-Leckerchen-Spiel“, für Erfolg sorgen, war echt beeindruckend. Ich fand das Spiel bisher ja eher…ja, hmm, langweilig. Und sinnlos. 100x gelesen, nie was hängen geblieben. DAS hat sich definitiv geändert und ich bin gespannt, was im nächsten Modul auf dem Plan steht🙂
Grob ist es: Orientierung am Menschen, Grenzen, Schleppleine & Co., Prävention beim Junghund und Belohnung beim jagdlich interessierten Hund und Kleine Wildtierkunde.
Dann sollte sich auch das Agrarium Vorchdorf in seiner ganzen Pracht zeigen, ein wunderschöner Veranstaltungsort, den wir sogar ganz für uns alleine hatten.
Hunde sind im Agrarium ausdrücklich erwünscht und dürfen auf ausgewiesenen Flächen sogar frei laufen. Ich denke, hier lässt sich in Zukunft sicher die eine oder andere Idee umsetzen😉
http://www.agrarium.at/

Mit dabei waren übrigens Enya und Lori und beide haben das ausgesprochen vorbildlich gemeistert. Obwohl wir Zuhause Stresssituationen hatten (Läufigkeiten mit räumlicher Trennung, was auch der Grund für die Mitnahme war, Loris erste Ausstellung usw.) und sie viel Zeit mit Warten verbringen mussten, waren sie an allen 4 Tagen super brav.

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Lori putzt Enya❤

Das ist keine Selbstverständlichkeit und kann eigentlich nicht genug geschätzt werden. Außerdem haben sie keine Probleme mit anderen Hunden, fremden Menschen, auch nicht mit Ressourcen. Selbstverständlich kann man in diesem speziellen Themenkreis Jagdverhalten auch viel zeigen bzw. kann man sie problemlos anderen zum Üben in die Hand geben. Geschirrgriff, 10-Leckerchen-Spiel, Balanceleine usw. können und dürfen auch Fremde mit ihnen machen und auch das ist herausragend.
Distanzierter Windhund – meine sind das sicher nicht😉

Loris 9-Monatiger

Gut 2 Monate seit dem letzten Beitrag – heißt wie immer, dass wir viel zu tun haben😉
Weil die Fotos von Loris 3/4-Geburtstag aber so nett sind, möchte ich sie trotzdem noch zeigen…
Am 1. April waren wir mit einem Teil der Salzburger Windhundgang unterwegs, nämlich mit Seri, Gwendolyn, Feli (alle aus dem Kennel Pillow Talk) und Katinka (aus meiner kurzzeitigen Heimat Solingen, von der Oelmühle – hab Luftlinie wenige Hundert Meter entfernt gewohnt).
Zur besseren Orientierung: Meine Hunde sind die mit den einfarbigen Lederhalsbändern😛
Los geht’s!

Die Fotos sprechen für sich, die 2 Stunden sind wörtlich vergangen wie im Flug und es war richtig schön! Ich freue mich schon sehr auf den nächsten gemeinsamen Ausflug🙂 Nur schade, dass man durch das typisch salzburgerische Verkehrschaos gut eine Stunde für die 25km braucht, sonst würden wir öfter dabei sein. Das Auto und die Hunde rochen danach übrigens ganz toll nach Bärlauch😉
Anschließend ging es mit Enya noch zu Karin Marinkovits für eine chiropraktische Sitzung, nachdem sie seit einiger Zeit hinten manchmal kurztrittig war: http://www.vet-alternativ.at/
Wir waren dort schon mit Buddy nach seinem Crash bei Schneecoursing im Stubaital 2013, ansonsten sind wir ja meist in Almsteg: http://almsteg25.at/
Tatsächlich haben wir eine Blockade im Kreuzbein gefunden und danach lief sie gleich wieder frei und „gelöst“. Ich kann solche Behandlungen immer wieder nur empfehlen, besonders natürlich für Sporthunde, aber auch für alle anderen Kamikazewhippen.

Im Märzen…

der Bauer die Schneepflüg‘ fieraramt! (Bei uns sind die Bauern beim Räumen der Straßen eingebunden😉 )
Nach diesem etwas enttäuschenden Winter hätte ich solche Schneemengen über Nacht auch nicht mehr erwartet, aber ich freu mich total und die Hunde auch!

Der Golden war übrigens neu in der Runde, hat sich aber sichtbar gut eingefügt😉

Eingebürgert

Bevor man in Österreich ausstellend darf, muss man einen importierten Hund ins ÖHZB (Österr. Hundezuchtbuch) eintragen lassen. Das ist in den meisten anderen Ländern wohl nicht so, aber wir Österreicher haben eben gerne Extrawürste😉
Da das nicht allgemein bekannt ist und, wie ich aus erster Hand weiß, immer wieder zu Frustration führt, schreib ich’s mal kurz…
Auch für den Erwerb einer Renn- oder Coursinglizenz ist in Österreich die Eintragung notwendig, in Deutschland darf man bspw. ohne Eintragung in das Zuchtbuch des VDH ausstellen und am Sport teilnehmen (anerkannte Rasse, FCI-Papiere oder Registerpapiere aus einem FCI-Land vorausgesetzt).

Loreley war der 4. importierte Hund, den ich eintragen ließ, und diesmal muss ich dem Büro des ÖKWZR und dem ÖKV für seine Schnelligkeit und den Service echt ein großes Lob aussprechen!
Am 17.2. per Einschreiben abgeschickt, am 21.2. war die Bearbeitung beim ÖKWZR abgeschlossen und ich bekam sogar eine Mail mit der für Lori reservierten ÖHZB-Nr., am 24.2. wurden die Papiere vom ÖKV gestempelt und am 29.2. lagen sie mir inkl. Zahlschein (bisher per Nachnahme) vor. Da kann man doch echt nicht meckern.

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Eingebürgert.

Nix mehr mit monatelangen Wartezeiten ohne eine Info, ob die Papiere überhaupt beim Zuständigen angekommen sind, kein Hinterhertelefonieren und keine komischen Fragen beim ÖKV à la „Wir haben Zweifel an der Echtheit der Papiere, beim Vater der Hündin steht „WCD“ – was ist das? Da muss uns der Zuchtwart erst Rückmeldung geben.“.
Alle DWZRVler verkneifen sich bitte Kommentare, das war O-Ton aus meinem ersten Anruf beim ÖKV, ließ sich aber leicht aufklären… Whippet Club Deutschland!😉 Nur lagen die Papiere da eben schon ne Weile…
Diesmal alles sauber, glatt und fein. Sicher auch Dank Exportpedigree, das mittlerweile auch vom ÖKV verlangt wird:

Ab sofort muss jeder nach Österreich eingeführte Hund, der in das ÖHZB eingetragen werden soll, ein Export Pedigree vorweisen.
Leider sind die Juristen der FCI zum Schluss gekommen, dass die bisher in Österreich geübte Praxis, aus EU Ländern kein Export Pedigree zu verlangen, nicht dem Artikel 8 (9) der FCI Geschäftsordnung entspricht.
Quelle: http://www.oekv.at/oekv/referate/zuchtbuchreferat.html

– aber wenn es keiner bearbeitet, hilft selbst das glänzendste VDH-Logo nichts😉
Daher Daumen hoch für das Büro des ÖKWZR und den ÖKV, für guten Service legt man dann auch bereitwillig Geld ab!

Und wenn’s mal wieder länger dauert…
Ist auch okay, nur kommunizieren muss man mit den Leuten. Ignorieren kommt immer ganz schlecht an.