Gedanken zum Whippet

Heute möchte ich einen Artikel mit euch teilen, der zwar „Gedanken zum Whippet-Zuchtziel“ heißt und mit diesem Titel wohl eher Züchter anspricht, den ich aber auch jedem Whippetinteressenten nahelegen kann.

Verfasst wurde der Text von Dr. Heinz Weidmann, der zusammen mit seiner Frau Myrta ab 1970 Whippets und Greyhounds unter dem Zwingernamen „of Goldenblue“ züchtete. Lange Jahre war er nicht nur als Teilnehmer auf Ausstellungen und Sportveranstaltungen in ganz Europa unterwegs, sondern auch als Richter. Nebenbei wurde noch der WWCS gegründet, der sich ausschließlich um die Interessen der Whippets und Italienischen Windspiele kümmert.
Im Alter von mittlerweile 90 Jahren hat sich Heinz Weidmann zwar im vergangenen Jahr offiziell aus der Zucht zurückgezogen, doch teilen beide noch immer gerne ihr umfangreiches Wissen mit anderen Interessierten.
Und wenn ich schreibe, sie teilen es gerne, dann ist das in diesem Fall wirklich so. Selten habe ich in meinem Leben so offene, herzliche Menschen erlebt, die mit so viel Herz und Verstand ihrer Leidenschaft nachgehen.
Um ehrlich zu sein, ich kann mir schwer vorstellen, dass es im deutschsprachigen Raum noch mehr Menschen gibt, die einen derart großen Erinnerungsschatz besitzen.
Einen kleinen Einblick kann man übrigens im Büchlein „Mein Whippet – Erkenntnisse und Bekenntnisse“ gewinnen, das direkt bei Heinz Weidmann zu beziehen ist.

Der in der Zeitschrift „Unsere Windhunde“ im Oktober 2014 veröffentlichte Artikel „Gedanken zum Whippet-Zuchtziel – Den Whippet erhalten oder verändern?“ ist großteils ein Auszug aus eben diesem Buch.
Mit einem Klick auf diesen Link gelangt man zur pdf-Datei.

Sehr treffend und ehrlich wird darin beschrieben, was die Rasse Whippet ausmacht und worauf man sich einstellen muss, wenn man einen Whippet als Mitglied in seine Familie aufnimmt.
Zum ersten Mal wurde meines Wissens darin auch öffentlich in einer Verbandszeitschrift das Thema Einkreuzung von Greyhounds angesprochen, ein Thema, das leider immer noch brandaktuell ist.
Daher rührt wohl auch der Titel, denn natürlich ist es in der Rassehundezucht ein Problem, wenn man Fremdrassen einkreuzt und für die Nachkommen falsche Pedigrees ausstellt – und sie dann in einen Wettbewerb mit den reinrassigen Hunden stellt.
Der englische Whippet ist kein kleiner Greyhound, er war es nie und soll es auch nicht werden.
Diese Einkreuzungen von Greyhounds in jüngster Vergangenheit sind mittlerweile bewiesen, doch Konsequenzen gibt es keine. Höchstens für die Hunde selbst, die unter der besonderen Verletzungsanfälligkeit aufgrund ihrer höchst speziellen Anatomie leiden…

Schmunzeln musste ich damals übrigens über die Bezeichnung „Laufraubtier“, denn sie passt einfach zu gut.
Whippets sind immer im Jagdmodus, je nach Situation eben mehr oder weniger, und dieser Jagdmodus bleibt auch im Hund, egal, was ich erziehungstechnisch mit ihm anstelle.
Natürlich kann ich ihn mit entsprechend großem Druck hemmen, weit kommt man damit jedoch nicht. Und ein glückliches Zusammenleben sieht anders aus.
Langsam setzt sich jedoch die Erkenntnis durch: Man muss diesen Jagdmodus gar nicht aus dem Hund herausbekommen, sondern kann ihn wunderbar für das positiv und auf Kooperation aufgebaute Jagd(ersatz)training nutzen.
Whippets sind nämlich ziemlich schlaue Hunde, die bei fairer Behandlung sehr gerne mit ihrem Menschen zusammenarbeiten. Zumindest das ist keine neue Erkenntnis 😉

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