Wie zeitauwendig ist die Whippethaltung?

Angeregt durch die immer wiederkehrende Frage, wie viel Bewegung und Beschäftigung denn ein durchschnittlicher Whippet (ausgenommen Welpen und Senioren mit speziellen Bedürfnissen) wirklich bräuchte, muss ich jetzt einfach mal diese kleine Umfrage machen.
Außerdem würde ich gerne wissen, wie viel Zeit ihr ansonsten für die Whippethaltung aufwendet, was von der Krallenpflege über Fütterung bis zum Waschen der Bettchen und Mäntelchen reichen kann 😉
Es heißt oft, Whippets wären sehr pflegeleicht = wenig Zeitaufwand für die Versorgung. Ob das stimmt?
Ich mache die Umfrage auf dem Blog, da sie hier für jeden sichtbar ist und bleibt, die Abstimmung anonym erfolgen kann und jeder teilnehmen darf, was auf FB alles nicht möglich ist. Ihr könnt nur 1x abstimmen, damit der Wert nicht verzerrt wird.

Wie viel Bewegung und geistige Beschäftigung braucht euer (gesunder) Whippet am Tag, um gut ausgelastet und zufrieden zu sein? Wie viel Zeit wendet ihr für das Drumherum auf?
Wenn ihr meint, euer Hund bräuchte eigentlich mehr Zeit und ihr schafft es aus irgendeinem Grund nicht, könnt ihr auch angeben, was euer Ideal wäre.
Wer gerne kommentieren und Interessenten einen Einblick geben möchte, ist dazu natürlich herzlich eingeladen!
Eigene Erfahrungswerte können nie für alle zutreffend sein, daher fände ich es schön, wenn ein paar Beispiele zusammenkämen.

5 Kommentare

  1. Ich finde, dass ist sehr schwer zu sagen. Ich habe eine Hündin, für die schon immer eine Stunde intensiver Auslauf und ein paar kleinere Einheiten reichten. Aber meine zweite Hündin benötigt, um zufrieden zu sein, wesentlich mehr: eher 2-3 Stunden!
    Pflege?!?! Also Fellplege quasi nicht vorhanden. Hin und wieder bürsten- eher fürs Wohlbefinden und Baden nur, wenn nötig (Bad im Dreck). Kuscheln braucht auch nicht jeder gleich viel.
    Sie können auch sehr gut allein bleiben, obwohl ich sie beinah überall hin mitnehme! Fallen auch gar nicht auf! Solange ich etwas Weiches zum Liegen mithabe, sind die zwei sehr zufrieden!

  2. Im Vergleich zu anderen Hunderassen … hatte schon Wolfshundmix, Schäferhund, Jagdhund und Dobermann brauchen die Whippen praktisch keine Zeit (da sie einfach zufrieden sind wenn sie bei uns sein können)
    … wenn es kalt ist oder regnet wollen Sie sowieso nicht raus. Die Pflege besteht in der Regel aus 1 x Wöchentlich Krallen dremmeln. Gebadet wird nur wenn ich nicht aufgepasst habe und mal wieder im (stinkenden) Dreck gewälzt wurde.Die Betten u.ä. werden alle paar Wochen gewaschen … das macht die Wama … ist also praktisch kein Aufwand.

  3. Mein erstes Whippet war ein Hund, den man überall mit hinnehmen konnte – am glücklichsten war sie, wenn sie einfach dabei sein konnte. Ging das nicht, war auch gut, dann blieb sie mit Hundegesellschaft auch ohne Probleme alleine. Zeitaufwand? Garnicht zu greifen. Nebenbei machte sie aber auch leidenschaftlich gerne Agility, wenn das ausfiel, auch ok. Wetterabhängig war sie auch nicht. Mantel an und los ging’s.
    Das Nachfolgerwhippet – völlig anders. Arbeitet supergerne und am liebsten täglich. Futterbeutelarbeit, Apportieren, „Jagen“ (des Beutels – sowohl in der Bewegung als auch das Suchen über die Nase). Fällt das mal aus, ist das auch ok, aber wenn sie es tun darf, wedelt sie und ist aufmerksam, wie sie es im Vergleich zum restlichen Tagesablauf nie tut. Also „braucht“ sie das – finde ich. Sie ist etwas wetterabhängiger, aber auch hier: Mantel an und raus – ihre Kumpels sind wetterfeste Barsois.
    Sie hat leider nicht diese innere Ruhe meines ersten Whippets und lässt sich daher nicht so gut überall mit hinnehmen, ist aber auch ok, sie bleibt mit einem Kauknochen auch mal alleine. Zusammengefasst finde ich, dass der Zeitaufwand für die Whippethaltung sehr runtergeschraubt werden könnte, weil sie nicht fordern – aber sie haben eine riesige Palette von Fähigkeiten und sind unheimlich motivierbar – daher finde ich es schade, wenn sie nicht gefordert und gefördert werden. Kenne viele Besitzer, die ihre Whippets liebevoll als „Steh-rüm-chen“ bezeichnen – solche habe ich nicht (gehabt), ich habe riesen Spaß an ihrer Art mit einem zusammenzuarbeiten – immer mit einer Portion Humor und einem Whippetextraründchen – aber nie überdreht. Kann mich nicht entsinnen, dass eines meiner Whippets einen Mehraufwand an Zeit nicht begeistert angenommen hätte 🙂

  4. Wir haben seit 1993 Whippets, das Rudel besteht aus 4-5 Hunden. Jeder war ein Inde-vidum für sich. Aber alle waren problemlos sowohl im Haus als auch unterwegs. Jeder hat sich ohne Probleme in das bereits vor-handene Rudel inte-griert. Wir gehen täg-lich, morgens 1 Stunde, nachmittags 1 1/2 Stunden und die letzte Runde beträgt 1/4 Stunde. Körperpflege je nach Bedarf (ca. 1× jede 2. Woche) Ohren/Zähne putzen, bürsten mit einem Gummihand-schuh sowie Krallen schneiden. Wir haben auch mit allen an div-ersen Rennen teil-genommen (muss aber nicht sein, wenn sie genügend anderweitig beschäftigt werden).
    Wir sind der Meinung, egal welche Rasse man sich anschaft, jeder braucht Zuwendung und täglichen Auslauf (Garten alleine reicht nicht). Züchter sollten darauf hinweisen, dass es eine Bindung/ Ver-antwortung von ca. 15 Jahren beutet.🐕

  5. Sonja Nowotny

    Unser Merlin braucht auf jeden Fall seine täglichen Sprints zum Auspowern. Agility in jeglicher Form liebt er ebenfalls. Und da unser Whippchen ein ziemlich wilder Hund ist (Urli Wolf steckt auch in ihm), hat er sich neulich ein Wettrennen mit 6 Pferden in der Koppel geliefert. Uns blieb fast das Herz stehen – für ihn war’s eine riesen Hetz. Gott sei Dank ist nichts passiert. 99 mal lässt er sich abrufen und dann wieder so ein Ausreißer. Also damit will ich sagen, ganz sicher ist gar nix…
    Spazierengehen funktioniert auch – macht ihm aber bei weitem nicht so viel Vergnügen… Das macht er nur uns zu liebe. Was er gar nicht mag, ist spazieren gehen in der Stadt, da fühlt er sich nicht wohl. Ach ja, und wenn’s regnet und stürmt, dann braucht er von all dem gar nichts – dann ist die Blase plötzlich 4 x so groß wie sonst und er ist nur am kuscheln!

    Vielleicht als Hinweis – folgender Text befindet sich auf unserer Kühlschranktür:

    Schmale Hunde und ihre Merkwürdigkeiten:
    (Auf jeden Fall trifft das auf unseren Merlin zu!)

    Whippets sind keine keine Hunde. Sie sind raffinierte, seidenweiche Manipulatoren, pfeilschnelle Kleinkriminelle (er klaut Menschenfutter), virtuose Entspannungskünstler, uvm.
    Wer mit diesen Wesen lebt, braucht in jeder Hinsicht starke Nerven und sollte unter der Maxime leben: So schräg wie meine Whippets bin ich schon lange!

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