Mehr sein, weniger tun

Als ich für den „Fit fürs Coursing“-Artikel den mittlerweile 5 Jahre alten Blog auf der Suche nach Fotos durchstöbert habe, fiel mir auf, dass über eine sehr lange Zeit hinweg fast nur Fotos von Coursings, der Rennbahn oder von Ausstellungen gepostet wurden.
Das finde ich aus heutiger Sicht ziemlich befremdlich und ich weiß auch, dass ich das vor unserer aktiven Zeit genauso empfunden hätte. Mittendrin ist die Sicht ein bisschen eingeschränkt 😉
Man kann zwar in den Berichten immer mal wieder ein gewisses Missempfinden durchschimmern sehen, aber im Großen und Ganzen sind es sehr positive Geschichten. Das Negative kam gar nicht so offen aufs Tablett, was aber auch ein Grund dafür war, dass wir mit den Bewerben aufgehört haben.
Gerechte Kritik wäre den Hunden eigentlich am dienlichsten, aber die gibt es nur ganz selten. Ich kann die Menschen, die Veranstaltungen wertschätzend und respektvoll kritisieren, an einer Hand abzählen.
Dabei wäre es gar nicht so schwer.
Anstatt hintenrum zu hetzen oder vornerum zu vertuschen, könnten positive Dinge wertgeschätzt und negative Dinge klar und direkt benannt werden. Aber das klappt leider überhaupt nicht.
Mich wundert daher nicht, dass sich verbandsorganisierter Hundesport, Ausstellungswesen und Hundezucht in einer Abwärtsspirale befinden. Ohne ehrliche Kritik und einen konstruktiven Umgang mit diesen Rückmeldungen wird nämlich kein Fortschritt möglich sein, also keine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Sport- und Ausstellungshunde und keine Zukunft für gesunde FCI-Rassehunde.
Mit einem guten Abstand sieht man viel besser, welcher Wahnsinn teilweise am Werk ist und wie groß die Probleme tatsächlich sind.
Nichts, womit ich länger zu tun haben möchte.
Aber vielleicht wäre es für manche der Aktiven auch ganz gut, sich mal eine Auszeit zu gönnen und alles mit Abstand zu betrachten. Einfach wieder mehr mit dem Hund sein. Man könnte vielleicht mit neuen Ideen, mit neuem Elan und mit mehr Offenheit mehr bewegen, anstatt weiter im Sumpf zu stehen und im Trüben zu fischen…

Wir „sind“ jedenfalls lieber wieder mehr 🙂

Und wir haben auch neue Nachbarn, die sehr lustige Geräusche machen und damit Buddy etwas verunsichern – da muss man dann ganz besorgt schauen 🙂

Enya findet sie eher langweilig 😉
Eigentlich kennen wir Alpakas und sie sind uninteressant, wie Pferde und Kühe. Aber diese beiden singen sehr viel und huschen durchs Gebüsch, manchmal strecken sie auch unerwartet ganz frech den Kopf heraus und erschrecken uns beim Vorbeigehen. Einfach nur goldig ❤

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