Alternative zur Krallenzange: Krallenschleifen/Dremeln

An Weihnachten bekam ich einen Dremel 3000 (eigentlich sogar 2 ❤ ), und zwar die coole Gold-Edition mit Box, 5 Vorsatzgeräten und 73 Zubehörteilen *protz* 😉

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Gedremelter Buddy

Hat ein Weilchen gedauert, aber gestern konnte ich ihn auch mal an den Hunden testen und Bluni, Enya, Lori und Buddy durften Testobjekt spielen. Bullitt fand das Geräusch noch etwas doof und Lia braucht man damit gar nicht erst kommen, die ist beim Krallenschneiden in etwa so drauf wie dieser Boerboel

😉

Wir haben vor Jahren schon mal das Krallendremeln versucht, mit mäßigem bzw. eigentlich ohne nennenswerten Erfolg, aber offenbar lag das an der Maschine oder dem Aufsatz. Gestern ging es nämlich echt gut, auch wenn ich noch sehr vorsichtig war und mit der Krallenzange aktuell noch schönere Ergebnisse hinbekomme – aber damit hab ich ja auch schon zigtausende Krallen geknipst und sicher war das Ergebnis dabei anfangs auch nicht so schön.
Beim Krallenschneiden mit der Zange habe ich auch erst mit der Zeit meine Technik gefunden, in ganz kleinen Scheibchen von allen Seiten und vor allem auch von der Oberseite ein bisschen abnehmen, damit das Leben schön kurz bleibt. Es wird quasi das Leben freigeschält, ohne es zu sehr zu reizen oder gar zu verletzen. Wer den Nagelaufbau sehen möchte, kann sich nochmal diesen Artikel zu Gemüte führen: Das Zehengelenk eines Hundes

Ähnlich funktioniert es mit dem Dremel, mit dem man von allen Seiten etwas Horn nimmt und zusätzlich eben auch an der Oberseite wieder ein wenig abträgt. Im Idealfall, ist mir gestern nicht überall optimal geglückt 😉
Die Kanten, die beim Schneiden unweigerlich entstehen, gibt es hier nicht und absplittern wird wahrscheinlich auch bei Hunden mit sehr trockenen Krallen eher nichts. Außerdem wird nichts gequetscht, was bei der Verwendung von stumpfen Zangen oder bei einer ungünstigen Schnitttechnik (leider häufig beobachtet: große Stücke, falsche Schnittrichtung) passieren kann – siehe auch Wie schärft man Krallenzangen? und Pfotenpflege – Krallenschneiden.

Ich habe mit der biegsamen Welle gearbeitet, das Gerät hing an einem Gummiband abseits. Ich glaube, dass diese Welle eine sinnvolle Investition ist, der Dremel an sich ist nämlich für kleinere Hände ein bisschen gar grob.
In puncto Zeitaufwand ist das Krallenschneiden natürlich überlegen, manchmal schneide ich andere Hunde bei Besuchen nebenbei, und das dauert bei braven Hunden vielleicht 1 Minute in Summe. Das reicht beim Dremeln nicht mal für den Aufbau.
Wenn man aber sorgfältig arbeitet, und das ist bei mir in der Regel der Fall, dann dauert das Abschälen der Krallen mit der Zange auch eine Weile. Vielleicht ist das Dremeln sogar schneller, wenn man erst Übung hat – das wird sich zeigen!
Ein weiterer Nachteil ist bei Geräten mit Kabel, dass man natürlich eine Steckdose braucht und damit nicht ganz so flexibel ist.
Mit der Zange kann ich auch mal unterwegs oder draußen ein bisschen knipsen, was des Öfteren vorkommt.

Zusammengefasst bin ich also sehr zufrieden und kann das Dremeln für Hunde, die sich am Geräusch, dem Geruch und der Vibration nicht stören oder sich daran gewöhnen lassen, und für Menschen, die sich die Mühe machen wollen, durchaus empfehlen.
Beide Methoden, das Schneiden mit Zange und das Dremeln/Schleifen, haben ihre Vor- und Nachteile und ich werde zukünftig sicher beides nutzen.

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