Wellnessgassi

Oder mehr Jagdausflug?
Als Kontrastprogramm zur Ausstellung brauchte ich einen richtig entspannten Ausflug, so einen ohne Menschen, ohne Lärm und mit viel Dreck 😉
Die folgenden Fotos stammen vom Montag und es war ein ganz toller, gemütlicher Spaziergang – kaum 2km in etwas über 2h, also in Wahrheit bin ich die meiste Zeit im Gras gesessen, hab den Hunden beim Buddeln zugesehen oder hab Leckerlis geworfen und Spuren gelegt, was ja auch die welpenschonendere Art von Ausflug ist 🙂
Und wie man sieht, sind die Hunde auch richtig glücklich mit dieser Form von Aktivität:

Im Zuge der FB-Diskussionen zum Artikel „Von Hasen und Kaninchen“ meinte eine schweizer Hundetrainerin, dass ihr jetzt klar sei, warum Whippets so gerne und ausdauernd Mäuse jagen – sind ja fast wie Kaninchen, nur kleiner, und auch den Ratten ähnlich 😉
Und es stimmt, im Vergleich zu den größeren Windhunden, die alle für Hasen oder noch größere Beutetiere gezüchtet wurden (Podencos ausgenommen, die ja auch wieder hochspezialisierte Kaninchenjäger sind!), sind Whippets oft geradezu besessen vom Mäusebuddeln.
Wir haben in der Gruppe die Arbeitstiere, die fanatischen Buddler, die mit vollem Körpereinsatz an die Sache gehen, und die Beobachter und Lauscher (also die Absahner), die sich um die rundherum flüchtenden Mäuschen kümmern.
Sie fangen sie auch sehr gekonnt unter Laub oder Schnee, lauschen genauso wie bei der Kaninchenjagd, was sich da drunter oder eben unter Tage so tut, und schlagen dann mit einem Satz zu.
Es ist also schon ein bisschen Ersatzbefriedigung für die Arbeit, für die sie ursprünglich gezüchtet wurden und die 99% aller Whippets noch sehr ausgeprägt im Blut liegt.
Lori fing ihre erste Maus übrigens ganz unerwartet im Wald, als die hinter uns über den Weg flitzte. Lori war damals knapp 12 Wochen alt und selbst überrascht von ihrer blitzschnellen Reaktion. Aber nur kurz…
Das auch mal zu den Showlinien, die ja gerne als weniger triebig angepriesen werden, was mich immer sehr amüsiert 😀
Und ja, klar werden die gefressen und selbstverständlich problemlos vertragen…
Mäusebuddeln ist bei mir also erlaubt und manchmal eben auch erwünscht – was dagegen nicht erlaubt ist, ist das Hetzen von Wild. Gehetzt wird beim Coursing, im Spiel mit Reizangel, Frisbee, mit anderen Hunden usw. Im Wald herrscht für meine ganz strikter Leinenzwang.
Und deshalb tragen die Großen hier auch Schleppleinen, denn ich kenne das Gebiet von Kleinkindalter an und es ist eines meiner liebsten Ausflugsziele – aber es ist auch extrem wildreich, auf diesen paar Hundert Metern stehen mindestens 7 Hochsitze.
Da muss man schon auf der Hut sein, aber diesmal blieb alles ruhig und… entspannt.

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