CACIB Klagenfurt, 14. Juni 2014, und so

Hier ist es seit mehr als einem Monat sehr still, was eigentlich keinen besonderen Grund hat, wir sind einfach nur sehr aktiv!
Ich werde zusehen, nach und nach alles aufzuholen, aber am Freitag freu ich mich schon auf den Workshop mit Pia Gröning „Ruhe im Wald“ (wer Pia Gröning nicht kennt, sollte diese Wissenslücke schnell schließen), weiter gehts mit dem CACIL Coursing in Ottenschlag/NÖ am Wochenende und vielleicht, wenns kräftemäßig reicht, mit einer intensiven, kunterbunten Workshopwoche – Hürdenlauf mit Geruchsunterscheidung, Longieren, Eigen- und Sprühfährte.

Wozu man das braucht?
Nun, wozu braucht man überhaupt Hunde? 😉

Ich mags ganz einfach gar nicht, Windhunde lediglich auf ihre Hetzeigenschaften zu reduzieren und bin zu 100% davon überzeugt, dass Hunde nur dann glücklich leben, wenn man mit ihnen arbeitet und ihnen ab und zu (!) spannende Alternativen zum Alltag bietet.
Übrigens sagt das auch „die Wissenschaft“: Does successful problem solving make dogs happy? Positive affect and learning: exploring the „Eureka Effect“ in dogs – mit interessanten Verweisen.
Wenn es sich ausgeht, komme ich später nochmal darauf zurück…

Etwas, was für (unsere) Hunde jetzt nicht unbedingt ein Highlight unter den alternativen Tätigkeiten darstellt, ist das Ausstellen. Mit der CACIB in Klagenfurt haben wir aber vor einem Monat eine wichtige Pflichtkür absolviert, und das erfreulicherweise recht erfolgreich.

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Championklasse (?) Rüden, Ringleiter, Schreiber und Richter – alle sehr nett!

Die Doppel-CACIB Klagenfurt hat einen Vorteil, am Samstag werden die Hunde abends gerichtet und man kann ganz entspannt anreisen. Das haben wir am Nachmittag getan, dank der Zeitplanung im Infopoint auf http://www.oekv.at wussten wir sogar, wann in etwa die Whippets starten (erfahrungsgemäß kommt das hin, verschiebt sich in der Regel sogar etwas nach hinten) und sparten uns einige Stunden Wartezeit.
Gegen 18 Uhr begannen die Whippetrüden, Bullitt stand mit 2 weiteren Rüden in der Zwischenklasse und der Richterin Marija Kavcic/SLO gefiel besonders die moderate Größe. Er war der kleinste Rüde im Ring und sie hätte wohl gerne gewusst, wie in etwa die anderen Rüden einzustufen sind, denn sie packte unvermittelt das Rollmeter aus – was Bullitt aber nicht sonderlich witzig fand 😉
Soweit ich sehen konnte, blieb es danach auch wieder in der Tasche.

Die Ergebnisse:
Absolute Mann Never Give Up – V1, CACA, CACIB, BOS
Bullitt de Lobito Azul – V2, ResCACA
Nerejde Jethro Tull – SG3

Der Bericht:

good size, correct head and profile, wider in skull, good ears, correct topline and underline, free movement, well carried tail

Wir haben danach noch eruiert, was man mit so einem ResCACA anfangen kann – nicht so viel, nur in Ausnahmefällen, also siehts einfach nur nett aus.
Später kam Enya in der Gebrauchshundeklasse an die Reihe und erntete ihr drittes V1 CACA in Folge, damit befindet sie sich nun in der Warteschleife auf den Österr. Schönheitschampion 🙂
Es war ein unnötig langer, harter Weg in die Gebrauchshundeklasse, mittlerweile wissen wir ja, „wie der Hase läuft“, umso mehr freue ich mich bei Enya darüber. Sie ließ sich diesmal wieder schön zeigen und war, so wie ich oder wegen mir, viel entspannter.

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Enya wartet auf ihren Einsatz

Der Bericht:

nearly 6 years old, nice head with soft expression, excellent topline and underline, straight legs with excellent feet, balanced movement in all directions, nice presented

Kurz, enthält aber alles, was ich an ihr sehr schätze.

Den Einsatz zum Stechen habe ich dann blöderweise verpasst und bin noch schnell in den Ring gehuscht, das fand Enya verständlicherweise etwas unhöflich (und vermutlich auch die Handler und die Richterin 😉 ), noch viel unhöflicher war aber das ständige Auflaufen des Hintermanns mit seiner Hündin aus der Championklasse, der das sehr methodisch bei allen Präsentationen macht. Damit bewirkt er natürlich, dass sich die vor ihm laufenden Hunde nicht mehr so vorteilhaft präsentieren, mindestens so unfair wie Leckerchenwerfen (und das Liegenlassen) im Ring, am Ringrand oder anderes als Double Handling auslegbares Verhalten…

Achso, und warum wir uns verquatscht haben – Steffi und Killah schauten kurz vorbei, Killah ist ja Blunis Schwester und damit Bullitts Tante, die Ähnlichkeit zwischen einigen der B’s und Killah in Körperbau und Ausdruck ist wirklich immer wieder interessant!

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Holt und bitte endich hier raus!

Killah selbst wird ja nicht mehr ausgestellt, aber wir sehen uns sicher wieder einmal 🙂

Frau Kavcic selbst war sehr liebevoll, umsichtig und zu den Handlern sehr freundlich, ich kann sie Anfängern nur empfehlen, damit Hund und Handler nicht wieder gleich beim ersten Mal verschreckt werden 😛
Auch Hunde vom sportlichen Typ kann man bei ihr auf jeden Fall ausstellen, das hat mich besonders gefreut.
Weniger schön an der Ausstellung war, dass wir in der selben Halle wie die Kleinhunde (Chihuahua, Malteser usw.) untergebracht waren und die Geräuschkulisse phasenweise absolut grenzwertig war. Für Windhunde erst recht eine Zumutung, in der Halle gegenüber fand man die Toiletten und die Tschechoslowakischen Wolfhunde & Co, dort war es vergleichsweise mucksmäuschenstill und sogar kühler. Klagenfurt ist eine kleinere Ausstellung und das Messegelände ist gut zu erreichen, es gibt genügend Parkplätze und in den Innenhöfen mehr oder weniger gute Lösemöglichkeiten für die Hunde.
In Summe hat sich die Fahrt gelohnt und wir waren sehr zufrieden mit dem Ablauf, tendenziell kommen wir trotzdem eine Zeit lang nicht wieder 😉

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