Zahnstein beim (Wind-)Hund

Viele Hunde leiden leider unter Zahnproblemen, die sich rasch auf den gesamten Organismus auswirken und zu den verschiedensten, ernsten Folgeerkrankungen führen können. Die meisten davon sind bedingt durch Zahnstein, wer sich gerne etwas einlesen möchte, dem kann ich diesen Link empfehlen: Tiermedizin-Portal
Gerade Windhunde scheinen oft von starker Zahnsteinbildung betroffen, was anatomisch bedingt, aber auch Veranlagung, ein Zeichen für eine andere Grunderkrankung oder Folge der Fütterung mit ungeeigneten Fertigfuttermitteln sein kann.

Also, was tun?

1. Andere Erkankungen oder ungeeignete Ernährung ausschließen.
Dazu passt diese Doku, die leider nur auf Englisch verfügbar ist:


Oft ist mit einer Futterumstellung schon alles wieder okay.

2. Putzen.
Ich kenne Leute, die putzen ihren Windspielen mehrmals wöchentlich bis 2x täglich die Zähne mit einer (elektrischen) Zahnbürste. Wenn man es richtig macht, dürfte der Effekt ganz gut sein. Empfohlen wird auch gerne Schlemmkreide u.a., es gibt Zahnpasta für Hunde und Fingerlinge mit Silberfäden, die eigentlich ganz praktisch sind, faktisch tut’s ein Microfasertuch auch. Bis vor 2,5 Jahren habe ich selbst regelmäßig geputzt, damit auch nur nichts aufkommen kann, mittlerweile habe ich aber festgestellt – in meinem Fall unnötige Liebesmüh‘.
Ich selbst habe zum Glück bei keinem meiner Whippets auch nur „ansatzweise“ Probleme mit Zahnstein, dagegen musste Lia schon mit 5 Jahren in Narkose zur Zahnreinigung und ein paar ihrer schief sitzenden Zähne (kleine Hunde mit zu kurzer Schnauze sind natürlich ganz besonders prädestiniert für Zahnprobleme) mussten dran glauben. Nicht schön, aber Putzen hatte aufgrund der Zahnfehlstellung keinen Effekt.
Daher gibt es

3. Zusätze zum Futter,
deren Effekt mich doch sehr verblüfft hat. Als Basis vieler dieser Zusätze dient die Alge Ascophyllum nodosum.

Wie genau sich diese Alge auf den Stoffwechsel (?) auswirkt, dass es zu weniger Zahnstein kommt und sich bereits vorhandener ablöst, ist mir nicht bekannt. Aber die vielen Erfolgsberichte haben mich überzeugt, das probieren wir jetzt mal aus 😉 Und zwar als Kur, täglich 1/4 bis 1/2 Teelöffel über 4 Wochen.

Ascophyllum nodosum gibt es pulverisiert oder gemahlen bei Pahema, Zooplus, DreiHundeNacht, VetConcept usw. und vermutlich in der Apotheke und im Reformhaus, kostet nicht die Welt und wird von den Hunden problemlos genommen. Das weiß ich, weil ich diese Alge schon einmal verfüttert habe, ohne das Wissen, sie könnte auch gegen Zahnstein helfen. Sie unterstützt nämlich auch den Fellwechsel und sorgt für ein gesundes Fellwachstum.
Aufpassen muss man bei Hunden mit einer Überfunktion der Schilddrüse, denn die Alge ist natürlich sehr jodhaltig. Außerdem sollte man bei Hunden, die mit Fertigfutter ernährt werden, ebenfalls nur vorsichtig dosieren – Fertigfutter enthält von allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gerne mehr als genug, eine Zufuhr von Jod wäre unter Umständen problematisch.
Edit 6.11.2014: Hier noch eine Studie zu Ascophyllum nodosum und Zahngesundheit.

Und zum Schluss darf ich mit freundlicher Genehmigung von Jessica die Fotos ihrer Hündin Luna hier einstellen – Luna ist ein Windhundmix, wird im Sommer 3 Jahre (Edit: 4 ausgebessert ;)) und hatte schon Probleme mit Zahnstein, nach etwas über einer Woche täglicher Gabe sah das Gebiss so aus:

Laut ihrer Aussage ohne zusätzliches Putzen. Schau ma mal, ich berichte 😉

3 Kommentare

  1. Kann ich nur bestätigen. Meine hatten letztens auch eine etwa 1-wöchige Kur mit Ascophyllum Nodosum und ich konnte nach dieser Woche den Zahnstein ziemlich problemlos mit einer alten Nagelfeile entfernen.

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