Nachtrag Coursing Aarau (CH) und Lonato del Garda (IT)…und so

Meinen letzten Beitrag zu Enzos Debüt in der Schweiz habe ich spät abends geschrieben, deshalb fehlt natürlich wieder die Hälfte… Bisschen was reiche ich nach.

Zuerst möchte ich Ulrike und Karl aber noch zu Enzos tollem 8. Platz beim CACIL Coursing in Lonato del Garda gratulieren!
Enzo lief wieder unter starker Konkurrenz, bei den Rüden waren 15 Whippets gemeldet, bei den Hündinnen gar 17, hinzu kam ein ansehnliches Feld in der Nationalen Größenklasse – beachtlich. Beim Telefonat am Folgetag konnte ich auch ganz eindeutig heraushören, dass sich da jemand was eingefangen hat… Nein, keinen grippalen Infekt, obwohl das nach 11 Stunden am Feld bei strömendem Regen naheliegend wäre 😉
Es ist klar, Enzos Familie hat sich ebenfalls mit dem Windhundsport-Virus infiziert! Tja, Faszination Windhund, heißt es immer so schön. Ich freue mich sehr, denn die beiden machen das mit sehr viel Verstand und wir wünschen allen 3 alles Gute! Unsere A-Wurf-Erfolgsseite wächst zusehends und wird wohl noch um einige Meldungen bis Jahresende ergänzt werden 🙂

Etwas, was ich gerne nachreichen möchte, ist dieser Beitrag eines schweizer Regionalsenders:
Durch einen Klick auf diesen Link öffnet sich die Seite
Bei Minute 7:31 sieht man Karl mit Enzo am Start – leider nur kurz, aber trotzdem schaue ich es mir total gerne an, sehr schöner Start und 100% fokussiert 🙂
Es lohnt sich allerdings, nicht einfach vorzu“spulen“, sondern die Interviews mit Herrn Wullschleger (Silverhawk’s Whippets und Coursingleiter) und besonders mit Tierärztin und Züchterin der Goldeblue-Whippets in 2. Generation, Isabel Bänziger-Weidmann, anzuschauen. Und gut hinzuhören.
Weil sie einiges erwähnt, was uns ebenfalls sehr am Herzen liegt, bspw., dass mit einem gezielten sportlichen Einsatz frühestens ab dem 12. Lebensmonat begonnen werden sollte (beim Whippet, große Rassen entsprechend später, wenn das Wachstum abgeschlossen ist).
Dass der junge Hund aber trotzdem schon viele verschiedene Erfahrungen sammeln sollte, neben dem Alltag eben auch auf der Bahn oder beim Coursing – zuschauen, das Gelände kennenlernen, die Startboxen, die vielen Hunde unterschiedlicher Optik mit unterschiedlicher Körpersprache, das Lockmittel (meist liebevoll als „Hasi“ bezeichnet), welches man auch mal 10-20m auf einer Geraden ziehen darf, …

Bunt gemixter Windhundsalat (Grey, Whippet, Saluki, Podi)
Bunt gemixter Windhundsalat auf der Rennbahn (Greyhound, Whippet, Saluki, Podenco)

Natürlich kommt auch noch die Gewöhnung an den Maulkorb und die Renn-/Coursingdecken hinzu. Aber alles langsam.
Die Hetzleidenschaft bricht bei allen Whippets früher oder später durch, man muss es nicht unbedingt in einer sensiblen Phase des Wachstums und der Entwicklung (besonders auch der geistigen) übertreiben. Und das haben wir unseren Welpenfamilien aus dem B-Wurf sicher sehr, sehr eindrücklich mit auf den Weg gegeben. Von einem frühen Antrainieren distanzieren wir uns ausdrücklich und das weiß auch jeder, der uns kennt.

Das Mindestalter für die Erteilung der Renn- oder Coursinglizenz liegt in Österreich beim vollendeten 15. Lebensmonat, ab einem Alter von 12 Monaten dürfen die Lizenzläufe abgelegt werden – massig Zeit also.

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Bullit und Baharí lernen von Welpe an den Rennbetrieb kennen

Daher beginnen Baharí und Bullitt erst in der nächsten Saison mit dem Training auf der Rennbahn, also mit 14 Monaten, und ich bin mir sehr sicher, auch sie werden dann gleich richtig durchstarten.
Wobei wir Baharí beim Welpentreffen im September schon ganze 10m hinter dem „Hasi“ herhoppelt ließen – denn „hetzen“ kann man das nicht nennen, was sie da gemacht hat, ihre Hunde- und Menschenfamilie am Rand war einfach viel interessanter 😉 Brave Maus, sie sind eben wirklich noch Kinder und sollen es auch noch lange sein.

„Nicht übertreiben“ gilt übrigens genauso für alle anderen Sportarten (nur wirklich uninformierte Menschen mit wenig Hausverstand kämen z.B. auf die Idee, vor dem 1. Geburtstag des Hundes mit längerem Fahrradfahren zu beginnen) und ganz besonders auch für Ausstellungen – ein 2-tägiger Ausstellungsmarathon ist definitiv nichts für einen Junghund! Mit einem gefestigten Erwachsenen kann man das „mal“ machen (damit man es als Windhundsportler „hinter sich“ hat ;)), genauso wie S&L-Veranstaltungen an 2 aufeinderfolgenden Tagen, aber immer mit dem Wissen, dass man dem Hund und sich viel abverlangt.
Gut, dass wir mit dieser Meinung nicht alleine dastehen – selbst wenn man manchmal einen anderen Eindruck gewinnen kann 😉

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