Warum es uns so wichtig ist, …

dass mit unseren Welpen ein bisschen „mehr“ gemacht wird, dass sie gelegentlich „gearbeitet“ werden, dass die Balance zwischen Ruhe, geistiger Anregung und körperlicher Auslastung gehalten wird, dass sie – übersetzt – Haus-, Stadt-, Wald- und Wiesen-, Kuschel-, Arbeits-, Büro-, Sport- und unseretwegen auch Showhunde 😉 sein dürfen, und nicht nur eines davon:

Viele Menschen wollen „nur“ einen Familienhund, der muss quasi „nichts Besonderes können“ (soll vielleicht auch nicht zu viel kosten, muss pflegeleicht und gesund sein usw., anderes Thema 😉 ), erwarten dann aber trotzdem einen Hund,
der überall mit dabei sein kann, der kommt, wenn man ihn ruft, der zu jedermann/frau freundlich ist, Besuch toleriert und niemanden belästigt, der nicht jagt, der gut mit Kindern kann und sich viel (zu viel) gefallen lässt, den man notfalls mit selbigen auch mal alleine vor die Tür schicken kann, der sich gut mit anderen Hunden verträgt und sich möglichst einfach im Spiel mit diesen auspowert – damit er während der Arbeitszeit und dem Alleine bleiben brav ist, der nix in Haus und Garten zerstört, der am Wochenende mit zum Sport geht, ins Restaurant, in den Urlaub, vielleicht nur zum Spaß mal an einer Ausstellung oder an einem (im Fall Windhund) Coursing oder Rennen teilnimmt – und wenn er gut abschneidet, umso besser – und noch so viel mehr.
In einer Welt, die für Hunde alles andere als verständlich ist und oft erst recht nicht freundlich.

Dass das nicht einfach so von selbst klappt (quasi mit eingebautem Familienhund-Chip) und ein moderner 08/15-Familienhund enorm anpassungsfähig und belastbar sein muss, dürfte eigentlich jedem klar sein.
Ist es aber nicht, sonst gäbe es nicht so viele Hunde, die bei hausgemachten Problemen abgeschoben werden oder so viele Menschen, die auf Hilfe durch selbsternannte Hundeflüsterer und Trainer hoffen. Was leider oft erst recht zu Problemen führen kann.

Die Hunde haben sich doch sicherlich unsere Hilfe und Unterstützung verdient. Das sollte man sich auch von Zeit zu Zeit wieder ins Gedächtnis rufen.

Wenn man sich von Anfang an ein bisschen Mühe gibt, haben es alle so viel einfacher. Man selbst, der Hund, die Umwelt.
Und es macht einen großen Unterschied, ob ich mit dem Hund einfach nur zusammenlebe und irgendwie durch den Tag gehe, oder ob ich ihn als Partner mit seinen Bedürfnissen wahrnehme und entsprechend fördere, mit ihm als Team eben auch mal arbeite.
Lieb haben wir unsere Hunde ja alle, wir kuscheln, streicheln, viele schlafen im selben Bett oder zumindest auf der Couch zusammen, teilen oft das Essen. Das ist aber nicht alles.
Menschen, die schon viele Jahre Hunde halten und irgendwann beim X-ten anfangen, sich wirklich mit dem Wesen auseinanderzusetzen und zu arbeiten, erzählen mir immer wieder, wie sich auf einmal alles „ganz anders anfühlt“. Die Qualität der Beziehung wird eine andere.
Aus diesem Grund war „Hundeerfahrung“ oder gar „Windhunderfahrung“ für mich noch nie ein ausschlaggebendes Vermittlungskriterium. Im Gegenteil. Man spart sich vielleicht (!) die Aufklärung in Richtung Jagdtrieb, aber wenn Muster schon so stark eingefahren sind und das Wissen deutlich angestaubt, der Mensch sich gar nicht neuen Erfahrungen öffnen will, sind die alten Erfahrungen nur eingeschränkt nützlich.

Ganz einfach, aber dafür bewusst, kann man den Alltag gemeinsam bereichern:
Enrichment = bereichernd, verbessernd, begeisternd, inspirierend

Deshalb freuen wir uns immer ganz besonders über Nachrichten wie die folgende von Woody (vom 1. August):

(…) Der Alltag mit unserem Schatz ist ein Traum. Ich hätte nie gedacht, dass man in so kurzer Zeit eine so enge Bindung aufbauen kann und dieses wunderbare Wesen so sehr lieben kann. Er vertraut uns voll und ganz, das beeindruck mich immer wieder und wenn er sich in den ruhigen Phasen ganz eng an uns herankuschelt und langsam weg döst und in seiner Welt alles in Ordnung ist, dann schmelze ich einfach dahin.

Momentan saugt er Neues auf wie ein Schwamm und lernt ziemlich schnell. Inzwischen hat er schon ein paar nette Tricks auf Lager: Sitz, Platz, Pfote, Schäm Dich, Bleib, Dreh Dich, Schublade aufziehen und Beinslalom funktionieren richtig gut. Die regelmäßigen Uni Besuche mit Helmut scheinen also zu fruchten 😉 (…)

So, wer kann da mithalten? Batman vielleicht?! 😉

2 Kommentare

    1. Herzlichen Dank!
      „Für einen Whippetzüchter“ trifft es leider ganz gut… Das macht es aber eben auch nicht einfacher, das Züchten.

      Liebe Grüße an deine Jungs (dein Nachwuchs gefällt mir übrigens ganz hervorragend!)
      Sabine

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