Der B-Wurf mit 9 Wochen – Tierarztbesuch und Leinenführigkeit

Heute werden die Zwergis schon 9 Wochen und am Nachmittag steht das Chipsetzen und die erste Impfung (SHP von Merial) an.

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Stimmt, das wird nicht so angenehm!

Merial ist einer der Hersteller, der Staupe, Hepatitis, Parvo als 3er-Kombi anbietet und diese mit einer Gültigkeit von immerhin 2 Jahren. Nobivac bietet einen Impfstoff mit einer noch längeren garantierten Immunität, nämlich 3 Jahre (ab 1 Woche nach der ersten Impfung), wenn der Hund älter als 12 Wochen bei der Impfung ist.

Grundimmunisierung
Zur Grundimmunisierung gegen Staupe, H.c.c. und Parvovirose ist eine einzige Impfung ab einem Lebensalter von 12 Wochen ausreichend.
Die erste Impfung gegen Staupe, H.c.c. und Parvovirose kann auch zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden, allerdings ist dann eine Nachimpfung 2-4 Wochen nach der ersten Impfung (ca. 12 Wochen Lebensalter) notwendig.
Diese zweite Impfung gegen Staupe, H.c.c. und Parvovirose ist bei Welpen aufgrund der eventuell zuvor noch vorhandenen maternalen Antikörper notwendig.

Siehe auch Artikel Impfungen auf der Hauptseite.
Der ÖKWZR, unter dem wir züchten, verlangt eine Impfung gegen Staupe und Parvovirose zum Zeitpunkt der Wurfabnahme, daher müssen die Welpen leider 2 Impfungen über sich ergehen lassen. Ich empfehle aber daher ganz dringend, beim Tierarzt so lange lästig zu sein, bis man diese Impfung so bekommt wie es vorgesehen und sinnvoll ist – und nicht so, wie es lukrativer ist 😉

Ansonsten sind wir immer viel unterwegs, damit die Welpen bestmöglich auf ihr weiteres Leben vorbereitet werden.
Unter anderem üben wir regelmäßig für einige Minuten (5-15min) die Leinenführigkeit.
Betsabea macht das bei ihrem 2. Versuch „auf offener Straße“ schon sehr gut 🙂

Wir verwenden ein Geschirr – warum?

Mehr als 80% Prozent aller Hunde leiden an schmerzhaften Rückenproblemen.
Der schwedische Hundetrainer und Psychologe Anders Hallgren (von mir schon erwähnt) widmete diesem Thema das Büchlein „Rückenprobleme beim Hund“. Seine Untersuchungen an vielen Hundert Hunden ergaben, dass Rückenschmerzen auch die Ursache vieler Verhaltensprobleme sind und die negativen psychischen und physischen Konsequenzen der (unsachgemäßen) Verwendung eines Halsbandes sind mehrfach auch von anderen Kynologen nachgewiesen worden. Gerade Windhunde erleiden gehäuft bereits in mittlerem Alter Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule, da hilft auch kein breites Windhundhalsband.
Jeder plötzliche Halt, jede Unaufmerksamkeit von Hund oder Halter, jede Spannung löst einen Ruck am Hals des Hundes aus – gar nicht zu reden von Wildsichtungen, bei denen sich viele Windhunde nicht mehr unter Kontrolle haben und ungebremst in die Leine rennen. Gerade Welpen können sich selbst noch nicht so gut kontrollieren, dass man sie gefahrlos an einem Halsband führen könnte.
Zum Glück hat sich das mittlerweile schon herumgesprochen und die meisten guten Hundeschulen fordern ein Geschirr für die Welpengruppe. Nur wenn ich dann in einem kürzlich erschienenen Whippetbuch 2-seitige Abbildungen von Whippets am Fahrrad, geführt mit Flexileine und Halsband sehen muss, bin ich schon sehr enttäuscht…
Auch ausbruchssicher sind nur wenige Halsbänder, weshalb man in der Stadt oder im Wald seinen Hund immer am Geschirr führen sollte – zu schnell kann es passieren, dass er sich beispielsweise durch etwas erschreckt und in Panik davonläuft. Leider kann man in regelmäßigen Abständen von den darauf folgenden Suchaktionen lesen und auch von einem weniger schönen Ausgang, daher bitte: Ein gut sitzendes Brustgeschirr ist eine sinnvolle Anschaffung!
(Bei den Welpen sitzt es auf den Videos natürlich nicht so gut, da Einheitsmaß für alle ;))

Biri auch schon sehr brav dabei, erinnert in seiner Art so sehr an seine Mama Bluni…

Leinenführigkeit und Halsband oder Geschirr hängen im Übrigen nicht zusammen, Leinenführigkeit ist etwas, was der Hund lernen muss, und zwar positiv und nicht durch Zwang und Schmerz. Das kann sogar schnell ins Gegenteil umschlagen und der Hund zieht nur noch, weil er dem entkommen will.
Ein gutes Buch zum Thema: Hilfe, mein Hund zieht! von der international bekannten Trainerin Turid Rugaas. Die Skandinavier sind in der Ausbildung und im Umgang mit Hunden viel weiter als wir hier in Deutschland und Österreich, gerade auch was Hundesport und Rettungshundearbeit o.ä. angeht.

Batman muss man erst von der guten Verdaulichkeit der gekochten Hühnerherzen überzeugen, Kies liegt halt doch schwer im Magen 😉 Heute Früh um 7 fuhr dann aber endlich die Kehrmaschine der Gemeinde und wir haben jetzt sauberere Straßenverhältnisse!

Noch ein paar Fotos von unseren Ausflügen und vom abendlichen Toben und Kuscheln auf der Couch:

Meditationsmusik hilft gestressten Züchtern und macht Babys soo müde…

2 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    Der ÖKWZR verlangt (genauso wie der DWZRV) zum Zeitpunkt dr Wurfabnahme (8. Woche) lediglich die Grundimmunisierung, die dann vom Käufer nach der Abgabe mit 12 Wochen (bei mir) durch die 2. (Auffrischung) fixiert werden muß. Damit das den Käufern auch klar ist, schreibe ich das a) in die Kaufverträge, kennzeichne den nächsten Termin im IHA und gebe zusätzlich noh einen Impfplan für das spätere Leben mit, in dem ich ganz besonders vor zu viel Impfen warne und ersuche, mich bei nicht von mir vorgegeenen Impfungen, die irgendein TA machen möchte, unbedingt anzurufen.
    lg Iris

    1. Hallo Iris,

      ja, das kenne ich so von allen verantwortungsbewussten Züchtern. Nur hilft alles Infomaterial nicht, wenn sich die Tierärzte querstellen. Die Bolejos können ein Liedchen davon singen, da kostet dann die 3-jährige Tollwutimpfung auf einmal um das Doppelte mehr als die 1-jährige Impfung und überhaupt, sehr schwer zu bekommen, der Impfstoff… Komisch nur, dass es genau der selbe Impfstoff ist, dessen Gültigkeit wahlweise 1-, 2- oder 3-jährig vom Tierarzt eingetragen werden kann 😉
      Vgl. http://www.virbac.at/katalog/hund/flipviewerxpress.html
      Daher bekommen die Welpeneltern auch noch den Beipackzettel, in dem die Gültigkeit und Bedingungen zur Grundimmunisierung dezidiert erwähnt werden.
      Tierärzte wie solche, an die die Bolejos geraten sind, sollte man eigentlich bei der Tierärztekammer melden.

      LG
      Sabine

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