Enya – Ein weiterer Whippet als geprüfter Therapiehund :)

Als dritter Hund hat nun endlich auch Enya mit mir die Ausbildung zum Therapiehund bei Humanis et Canis abgeschlossen 🙂
Die 3-tägige Abschlussprüfung vom 28. bis 30. März 2013 hat sie trotz Kaltstart – begonnen hat sie im Herbst 2009, durch Läufigkeiten, den A-Wurf und andere Terminkollisionen habe ich in dieser Richtung mit ihr aber seitdem kaum gearbeitet – bravourös gemeistert und ist uneingeschränkt für alle Einsätze zugelassen!

Es war wie immer sehr anstrengend, das Wetter natürlich ebenfalls wie immer eher ungemütlich (Schneeregen, das freut das Windhundherz beim Platz…), die Location selbstverständlich perfekt ausgewählt und einfach wieder so nett, dass man am liebsten gleich wieder mit dem nächsten Hund beginnen möchte 😉 Aber vorerst begnüge ich mich mit den normalen Kursen und Clickerstunden bei Bettina.
Es war auch wunderschön zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Enya und mir im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat, wie sich vor allem meine Einstellung zu den Hunden und meine Art zu arbeiten seit der letzten Prüfung mit Vivid und Buddy verändert hat und wie rasch Enya wieder da eingesteigen ist, wo wir vor 3 Jahren aufgehört haben.
Es hat mir schon sehr gefehlt, den Hunden sicher auch und deshalb freue ich mich schon so richtig auf die anstehenden Assistenzbesuche und das Training.
Das Vertrauen zueinander wird durch diese Arbeit sehr gefördert und es war wieder sehr wichtig für mich zu sehen, dass ich auch Enya, die so gerne ihren starken Kopf durchsetzt und draußen so unabhängig ist (was sie sein darf, denn dazu wurde sie gezüchtet), viel mehr vertrauen kann, als ich es in letzter Zeit getan habe.
Unsere Feuerprobe war ein Eichkätzchen unmittelbar in unserer Nähe, dem sie am 2. Tag völlig problemlos und entspannt widerstehen konnte und konzentriert weiter mit mir arbeitete. DAS, so dachte ich, hätte ich verloren, denn bis zu einem Alter von 1 Jahr war sie ursprünglich sogar abrufbar von Hasen, wovon wir mittlerweile weit entfernt sind 😉 Aber sie kanns doch noch, so ein bisschen zumindest.
Sie ist eben doch meine weltbeste Kröte 😀

Und auch Whippets sind sehr gut erziehbar, lernwillig und leistungsfähig!
Neben den Labbis und Boder Collies kommt man sich zugegeben manchmal schon ein wenig komisch vor, denn Whippets denken, fühlen und handeln sichtlich anders, bewegen sich auch so gänzlich anders, aber gerade das macht sie wertvoll in der Therapiehundearbeit.

Was ist denn nun eigentlich Voraussetzung für die Ausbildung und wie läuft sie ab?
Zuerst muss man am Infoabend teilnehmen und 2 Orientierungsbesuche mit einem fertigen Team absolvieren (ohne eigenen Hund). Danach nimmt man am Einstiegsmodul teil, das aus Theoriestunden und einer Aufnahmeprüfung für den Hund besteht. Der Hund muss ein herausragend gutes, souveränes und unerschrockenes Wesen besitzen bzw. darf keine Defizite aufweisen, die nicht 100% nachhaltig zu beheben sind und der Hundeführer muss natürlich ebenfalls geeignet sein. Wird diese Aufnahmeprüfung positiv bestanden, folgt über einige Monate wöchentlich die praktische Ausbildung von Hund und Mensch und ein weiteres Wochenende mit Theorie. Zum Abschluss benötigt man die 3-tägige praktische Prüfung, eine theoretische Arbeit muss erbracht und 5 Assistenzeinsätze mit Hund gemacht werden, ehe man selbständig in den Einsatz darf. Selbstverständlich steht jährlich eine Überprüfung an und ein Gesundheitszeugnis wird ebenfalls verlangt. Außerdem ist eine Fortbildung im Ausmaß von 4 Stunden/Jahr vorgesehen.
Genauere Infos und Kosten kann man direkt beim Verein erfragen.

Bei den Anbietern der Ausbildungen muss man leider sehr genau schauen, nicht alle sind seriös und das Siegel einer Veterinärmedizinischen Fakultät oder eines großen kynologischen Verbandes sagt über die Qualität wenig aus 😉
Mir ist wichtig, dass fundiertes Fachwissen und echter Praxisbezug dahinter stehen und die Hunde nicht als Werkzeuge gesehen werden, sondern als wertvolle Partner. Deshalb kann ich mit gutem Gewissen „meinen“ Verein empfehlen.

3 Kommentare

  1. Meine Mami Enya ist *die Beste* 🙂

    Ich werd wohl eher nicht in ihre Fußstapfen treten (unerschrocken? von wegen und (Eich-)Katzerl sind zum Jagen und ordentlich Verbellen da) — aber vermutlich scheitert´s schon in 1. Instanz, beim *ungeeigneten* Frauli nämlich 😉

    dickes Bussi,
    euer Azule—ccccchhhh—oooo (so ruft mich Frauli immer, wenn sie nicht ganz soo glücklich ist mit mir, aber meistens ist sie´s eh)

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